12 Anti-Recruiting-Tipps: Wie Sie Ihre Bewerber/innen garantiert vergraulen

12 Anti-Recruiting-Tipps: Wie Sie Ihre Bewerber/innen garantiert vergraulen

Zehn Wochen lang habe ich Anti-Tipps für Bewerber/innen gegeben, wie sie den Job garantiert nicht bekommen. Jetzt drehen wir den Spieß um. Jetzt sind die Personalist/inn/en an der Reihe.

Blogger Thierry Elsen hatte die Idee: Nicht nur auf Bewerber/innenseite lauern jede Menge Lapsi, die einen begehrten Job in weite Ferne rücken. Auch Arbeitgeber können mit bösen Fettnäpfchen das mühevoll aufgebaute Employer Branding schnell zunichte machen.

Hier Elsen’s „Best of“, ergänzt um meine eigenen Beobachtungen:

  1. Lassen Sie Ihre/n Bewerber/in länger als 15 Minuten ohne Angabe von Gründen warten. Am besten im Stehen.
  2. Begrüßen Sie ihn/sie dann mit den Worten: „Ach, da sind Sie ja!“
  3. Besonders für den Sommer: Während dem/der Bewerber/in schon die Futterseide seines/ihres Anzugs/Kostüms an der Haut klebt, tragen Sie Flip Flops, Bermudas oder leichte Sommerkleidchen.
  4. Begrüßen Sie Ihre/n Bewerber/in mit einer Kaffeetasse in der Hand (wahlweise auch einer Zigarette). Bieten Sie ihm/ihr aber kein Getränk an. Verschütten Sie stattdessen Ihren Kaffee über seiner/ihrer Kleidung oder seinen/ihren Unterlagen.
  5. Wählen Sie einen möglichst unbequemen Besprechungsraum, am besten in einem Durchgangszimmer.
  6. Bieten Sie dem/der Bewerber/in keinen Platz an. Er/sie soll sich selbst einen im Raum suchen.
  7. Kramen Sie seinen/ihren Lebenslauf aus einem Stapel und beginnen Sie, ihn laut vorzulesen. Kommentieren Sie jede einzelne Position etwa mit „Ah ja“ oder (noch besser) „Oh weh!“
  8. Heben Sie Ihr Handy ab, wenn es läutet. Antworten Sie auf die Frage des Anrufers/der Anruferin, ob er/sie störe: „Nein, ist nur ein Bewerbungsgespräch.“
  9. Lassen Sie sich natürlich auch alle Telefonate am Festnetz durchstellen. Sie wollen ja vermitteln, wie wichtig Sie sind.
  10. Erzählen Sie ausführlich über die Firma und wie schwierig Ihre Arbeit ist. Lassen Sie auch an Ihrem Management kein gutes Haar.
  11. Wenn Sie den letzten Arbeitgeber des Bewerbers/der Bewerberin kennen: Outen Sie sich als Fan oder Gegner mit profundem Insiderwissen. Das macht ihn/sie sofort mundtot.
  12. Lassen Sie folgenden Satz fallen: „Sie haben sich als … beworben, so stand das auch im Inserat. Aber eigentlich suchen wir einen oder eine …“ (Passendes bitte einsetzen)

Wundern Sie sich, warum Ihr/e Bewerber/in verärgert das Weite sucht.

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Unsere Gastautorin Andrea Lehky ist Redakteurin des Karriereresort der „Presse“. Wir freuen uns, dass sie uns mit aufschlussreichen “Anti-Tipps” versorgt 🙂 Zur passenden Bilderstrecke zu diesem Beitrag geht es hier.

Brigitte Kuchenbecker

Brigitte Kuchenbecker

Brigitte arbeitet seit acht Jahren für das ZBP. Ihre Leidenschaften sind das Schreiben und die Personalarbeit – umso besser, dass sie als Chefredakteurin des Karrieremagazins und Autorin von UP! beide Interessen vereinen kann. In ihrer Freizeit findet man sie in der Natur: beim Wandern, Klettern oder Garteln.

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Von |2018-03-06T09:42:31+02:003. Juni 2015|Allgemein, Bewerben|0 Kommentare

Über den Autor:

Brigitte Kuchenbecker
Brigitte arbeitet seit acht Jahren für das ZBP. Ihre Leidenschaften sind das Schreiben und die Personalarbeit – umso besser, dass sie als Chefredakteurin des Karrieremagazins und Autorin von UP! beide Interessen vereinen kann. In ihrer Freizeit findet man sie in der Natur: beim Wandern, Klettern oder Garteln.

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