Als Selbstständige/r den geeigneten Arbeitsplatz finden

Selbstständige stehen oftmals vor einem Dilemma: Arbeit und Privatleben lassen sich nur schwer voneinander trennen. Das kann nicht nur für einen selbst, sondern auch für das engere Umfeld belastend sein. Daher ist es wichtig hier eine geeignete Lösung für sich zu finden.

Gastbeitrag von Raphaela Lukas, whatchado

Bild: Bogoljubb/Shutterstock.com


Selbstständige kümmern sich in vielen Fällen nicht nur eigenständig um ihre Aufträge, sondern sind auch selbst für ihren Arbeitsplatz und ihre eigene Produktivität verantwortlich.
Gerade wenn man Familie hat, kann es als Selbstständige/-r jedoch sehr schwierig sein von zu Hause aus zu arbeiten und dort Ruhe zu finden. Ringsum passieren einfach zu viele Dinge, die einen verlässlich von der Arbeit abhalten.

Manchen Menschen fällt es aber auch schlichtweg schwer, sich in den eigenen vier Wänden zu konzentrieren, weil sie beispielsweise die Gesellschaft anderer Arbeitender benötigen, um produktiv zu sein.

In vielen Fällen ist daher eine klare Trennung von Arbeits-, und Wohnort sinnvoll. Am besten lässt sich dies umsetzen, indem du dir einen geeigneten Arbeitsplatz außerhalb deines Wohnbereichs schaffst oder suchst.

Im Folgenden findest du 5 geeignete Arbeitsorte, an welchen du deiner Arbeit als Selbstständige/-r ungestört nachgehen kannst:

1. Das CoworkCafé als Büro

Im CoworkCafé erwartet dich eine entspannte Atmosphäre, in welcher dennoch produktiv gearbeitet wird. Es besteht die Möglichkeit, nebenbei Getränke und Speisen zu bestellen. Häufig werden Rückzugsorte geboten und man kann auch Spints mieten, um das wichtigste Arbeitsmaterial dort zu verstauen. Viele CoworkCafes bieten sogar monatliche Mitgliedschaften an, was die Nutzung vereinfacht. Hier ist jeder gut aufgehoben, der gerne unter produktive Menschen ist und das typische Kaffeehaus-Feeling ansprechend findet.

2. Gemeinsame Produktivität im Coworking Space

Dabei handelt es sich um eine Form des Büro-Sharing, bei welchem Gemeinschafts- und Großraumbüros mit flexiblen, oder auch festen Arbeitsplätzen vermietet werden. Häufig gibt es in diesen Gebäuden auch Küchen, Konferenz- und Meetingräume, sowie Rückzugsorte. Es handelt sich dabei jedoch nicht um ein Cafe, wie im oben genannten Beispiel, sondern mehr um ein tatsächliches Büro. Die dort befindlichen Arbeitsplätze sind mit allem ausgestattet, was du für deine Arbeit benötigst.

3. Die verschiedenen Formen des Büro-Sharings

Wenn du eher der Typ bist, der mehr Ruhe benötigt, besteht die Möglichkeit eine Bürogemeinschaft mit anderen zu gründen. Dabei gibt es wiederum mehrere Optionen: Einerseits kann man Büros mieten, die mehrere Personen nach einem strikten Zeitplan nutzen dürfen und daher immer abwechselnd dort anzutreffen sind. Man hat dann quasi sein eigenes Büro an bestimmten Tagen in der Woche und teilt sich die Kosten mit anderen. Andererseits kann man die Räumlichkeiten auch gleichzeitig mit anderen nutzen, wenn alle damit einverstanden sind. Idealerweise schließt man sich bei einer Bürogemeinschaft daher mit Personen zusammen, die in der gleichen oder einer verwandten Branche tätig sind und sich im besten Fall gegenseitig unterstützen.

4. Das Bürohotel und seine Vorzüge

Wenn du nicht der Typ für Büro-Sharing bist, könnte ein sogenanntes „Bürohotel“ das Richtige für dich sein! Dort erwarten dich beispielsweise möblierte Räumlichkeiten in verschiedenen Designs, aber auch Lounges, eine Rezeption und ein Post-Service. Das „Bürohotel“ kannst du jederzeit wieder kündigen und musst keine Bindung eingehen. Natürlich kannst du auch ganz leere Büroräumlichkeiten mieten und diese selbst einrichten. Dies ist jedoch kostspieliger und hängt von deinem Budget ab.

5. Das eigene Büro zu Hause

Zu guter Letzt bleibt einem immer noch die Möglichkeit (soweit die eigenen Räumlichkeiten dies zulassen), sich ein eigenes Büro zu Hause einzurichten. Damit man darin ungestört arbeiten kann, gilt es aber einige Grundregeln zu beachten: Beispielsweise ist es unabdingbar fixe Bürozeiten für sich und auch die anderen dort lebenden Personen festzulegen und diese auch penibel einzuhalten. Dadurch wird auch das Gefühl gestärkt „ins Büro zu gehen“. Zudem muss aus dem als Büro fungierenden Raum alles entfernt werden, was Ablenkung mit sich bringen könnte. In jedem Fall verlangt dir das Arbeiten von Zu Hause aber viel Eigenverantwortung, Disziplin und Selbstorganisation ab und ist nicht für jede/n die geeignete Lösung.

Finde den optimalen Arbeitsort für dich

Egal für welchen Arbeitsort du dich entscheidest, wichtig ist, dass du jenen findest, bei dem du dich optimal auf deine Arbeit konzentrieren kannst. Dennoch sollte Inspiration und der Austausch mit anderen nicht zu kurz kommen. Wenn du noch nicht weißt, welcher Arbeitstyp du bist, empfiehlt es sich zu Beginn die kostengünstigen Varianten auszuprobieren.

Beispielsweise könntest du mit einem Büro in den eigenen vier Wänden starten. Wenn dies nicht klappen sollte, kannst du zuerst das Arbeiten in Coworking Spaces oder CoworkCafés ausprobieren (je nachdem was dir davon persönlich mehr zusagt), da du diese jederzeit wieder unverbindlich kündigen kannst und sie von den Kosten her überschaubar sind.

Wenn du noch unsicher bist, probiere zuerst die kostengünstigeren Varianten ohne Bindung aus, wie beispielsweise eine Probewoche im Bürohotel oder eine Testmitgliedschaft in einem Coworking Space. Nimm dir in jedem Fall ausreichend Zeit auszutesten, welcher Arbeitsort für dich der geeignetste ist. Deine Produktivität wird es dir schlussendlich danken.

 

Raphaela Lukas ist Social Media Manager bei whatchado und schreibt parallel dazu Beiträge auf dem whatchaBLOG. Zusätzlich ist sie auch mit ihrer Kamera oder dem Smartphone im Unternehmen unterwegs, um einzigartige Bilder und Momente einzufangen. In ihrer Freizeit gehört neben dem Schreiben und Fotografieren auch das Filmen und Malen zu ihren Leidenschaften.

Ursula Axmann

Ursula Axmann

In ihrem WU Studium hat sich Ursula Axmann auf die Schwerpunkte Personalwirtschaft, Handel und Marketing sowie Wirtschaftspädagogik konzentriert. Wiederholt hat die gebürtige Niederösterreicherin Studien- und Arbeitsaufenthalte in den USA verbracht. Ihre beruflichen Stationen führten Ursula Axmann vom Lebensmittelhandel in den Bankenbereich, danach ins Kulturmanagement und 1996 zurück an die WU, ins Career Center. In ihrer Arbeit als Recruiterin und Karriereberaterin sammelte sie Recruiting Know How von über 500 nationalen und internationalen Unternehmen und begleitete hunderte WU Absolvent/innen beim Einstieg ins Berufsleben. Adäquate Qualifikation im Bereich Coaching und Beratung hat sich Ursula Axmann an renommierten Institutionen angeeignet. Seit 2005 ist Ursula Axmann Geschäftsführerin des WU ZBP Career Centers. Daneben begleitet sie Beratungsprojekte für die Gründung von Career Centers an nationalen und internationalen Universitäten und arbeitet in unterschiedlichen EU Projekten mit. Seit 2010 ist Ursula Axmann auch Vorsitzende des Dachverbandes der österreichischen Career Center.

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