Bisch a Tiroler, bisch a Mensch – Arbeiten in Tirol

Bisch a Tiroler, bisch a Mensch – Arbeiten in Tirol

Wien, Wien, nur du allein? Stimmt nicht – Perspektiven gibt es überall! Wir beleuchten, welche Möglichkeiten sich in Österreich für WU Studierende bieten. Dieses Mal: Tirol.

Tourismus, Technologie, Gesundheit

Denkt man an Tirol, assoziiert man wohl Berge, Natur, „a deftige Brettl´Jausn“, Pulverschnee im Winter und klare Badeseen im Sommer – und ja, der Tourismus nimmt in Tirols Wirtschaft neben der Produktion und dem Handel einen hohen Stellenwert ein. „Fast 24 Prozent der gesamten Tiroler Wertschöpfung wird 2017 durch den Tourismus ausgelöst. Nahezu jeder vierte Vollzeitarbeitsplatz in Tirol – das sind insgesamt über 75.000 – ist von der Tourismus- und Freizeitwirtschaft abhängig“, erklärt Marcus Hofer, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol.

Nicht nur Betriebe, die unmittelbar mit dem Tourismus zu tun haben, profitieren von der Freizeitwirtschaft, sondern auch Unternehmen, die dem Tourismus vorgelagert sind – man denke nur an die Sektoren Handel, Bau, Verkehr, Kunst oder Landwirtschaft. „Besondere Bedeutung hat der Tourismus auch in Verbindung mit Technologie und Gesundheit: In diesem Kompetenzdreieck werden Innovationen und Projekte vorangetrieben, etwa beim Thema Beschneiung, Pistenmanagement oder Gesundheitstourismus“.

Start-ups Welcome

Tirol versteht sich als innovationsgetriebener, leistungsstarker Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort. Um Unternehmensgründungen noch weiter in den Fokus zu stellen, wurde der Tiroler Wirtschaftsstandort im Frühjahr 2017 beim „Go Tirol-Programm“ zehn europäischen Start-ups aus Deutschland, Schweiz, Italien, Polen, Spanien, den Niederlanden und Österreich – alle mit innovativen IKT-Lösungen für den Freizeit- und Tourismusmarkt – näher vorgestellt. Der höchstgelegenen Coworking-Space der Alpen, der COWO Tirol, findet sich im Übrigen am Innsbrucker Hausberg, dem Patscherkofel, auf knapp 2.000 Metern Seehöhe.

Ein Blick in die Zukunft

Als kleine, offene Regionalwirtschaft ist Tirol vom Export geprägt. Jährlich exportiert die Tiroler Wirtschaft Waren im Wert von gut 11 Mrd. Euro. „Um solche Spitzenwerte zu erreichen, brauchen die exportierenden Unternehmen international orientierte und bestens ausgebildete Fachkräfte mit wirtschaftlichem Hintergrund“, so Hofer.

Und auch für die Zukunft gibt es große Pläne. Hofer: „Die Auswirkungen der Urbanisierung, die voranschreitende Digitalisierung besonders im Gesundheits- und Medizinbereich sowie im Handwerk, der Aufstieg neuer Exportmärkte und neue Innovationsansätze wie Open Innovation sind einige der Kernherausforderungen. Auf Basis dieser Erkenntnisse gilt es, Lösungen für die Tiroler Unternehmen zu erarbeiten, um kommende Chancen optimal nützen zu können.“

Brigitte Kuchenbecker

Brigitte Kuchenbecker

Brigitte arbeitet seit acht Jahren für das ZBP. Ihre Leidenschaften sind das Schreiben und die Personalarbeit – umso besser, dass sie als Chefredakteurin des Karrieremagazins und Autorin von UP! beide Interessen vereinen kann. In ihrer Freizeit findet man sie in der Natur: beim Wandern, Klettern oder Garteln.

More Posts - Website

Von |2019-04-08T12:36:06+02:008. April 2019|Special: Bundesländer|0 Kommentare

Über den Autor:

Brigitte Kuchenbecker
Brigitte arbeitet seit acht Jahren für das ZBP. Ihre Leidenschaften sind das Schreiben und die Personalarbeit – umso besser, dass sie als Chefredakteurin des Karrieremagazins und Autorin von UP! beide Interessen vereinen kann. In ihrer Freizeit findet man sie in der Natur: beim Wandern, Klettern oder Garteln.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

20 − vier =