Ich bin dann mal weg – Arbeiten im Ausland

Ich bin dann mal weg – Arbeiten im Ausland

Mark Forstner singt in seinem Hit Au-revoir: „Ich brauch mehr Platz und frischen Wind, Ich muss schnell woanders hin, sonst wachs ich hier fest“. Hast du auch Fernweh, Reisefieber und Lust auf Veränderung? Wie wäre es mit einem Job im Ausland?

Schritt 1: Planung ist die halbe Miete

Es ist nicht sonderlich sexy, aber wichtig: Die rechtzeitige Planung des Schritts ins Ausland erspart dir Stress, wenn der Abflug näher rückt. Hast du an alles gedacht?

  • Ist dein Reisepass noch gültig und erfüllst du die Visa- und Einreisebestimmungen?
  • Wie kommst du an Geld? Vielleicht macht es Sinn, schon im Vorfeld ein Konto zu eröffnen. Oder es reicht vorerst die Kreditkarte?
  • Hast du alle nötigen Versicherungen? Insbesondere Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherungen sind anzudenken.
  • Welche Impfungen sind nötig? Gerade bei Übersee-Zielen gibt es oft mehrere Teilimpfungen. Vorlaufzeiten einplanen.
  • Welche Dinge nimmst du mit? Vergleich am besten verschiedene Speditionen.
  • Und, last but not least: Wer kümmert sich hier um Wohnung, Pflanzen & Co?

Schritt 2: Andere Länder, andere Sprachen

Selbst Hundetrainer Martin Rütter sagt es in seinem Programm „Freispruch“: Wer in einem anderen Land wirklich Fuß fassen möchte, muss die nationale Sprache sprechen. Gut, Hunde sprechen eine „Einheits-Körpersprache“ und haben es dementsprechend leicht. An uns Menschen liegt es, andere Sprachen zu lernen: Englisch wird als internationale Sprache vorausgesetzt. Die Landessprache ist für das „daily life“ wie Einkaufen, Ausgehen oder Arbeiten absolut von Vorteil – vor allem, wenn du dich langfristig in einem Land niederlassen möchtest. Je länger du bleiben möchtest, umso wichtiger wird die Landessprache. Möglichkeiten zum Erlernen gibt es heute unzählige: von Kursen an der Uni bis hin zu Online-Anbietern. Und auch hier noch einmal ein kleiner Schubs in Richtung Planung: Eine Sprache lernt man nicht von heute auf morgen. Also rechtzeitig beginnen. Wenn du dich auch über Land und Leute informieren möchtest, machen auch interkulturelle Trainings im Vorfeld Sinn.

Schritt 3: Realitätscheck

Hand aufs Herz: wir alle kennen doch Serien wie „Goodbye Deutschland“ – zumindest vom Hörensagen. Was ist vielen der Reisemutigen gemein? Dass es oft nicht so leicht ist, wie es zu Beginn scheint. Klar, die eine oder andere Überraschung wird es immer geben. Trotzdem macht es Sinn, die eigenen Vorstellungen vom Arbeiten und Leben frühzeitig mit der Realität abzugleichen. Eine gute Gelegenheit dafür ist der Kontakt mit Gleichgesinnten vor Ort. Was finden sie toll? Was schwierig? Social Media Plattformen sind ideale Möglichkeiten zum Austausch. Auch der WU Alumni Club fördert die internationale Vernetzung und bietet weltweite Anlaufstellen. Alumni Hubs  gibt es mittlerweile in 55 Städten weltweit: von Los Angeles im Westen bis zu Sydney im Osten. Schöner Nebeneffekt: noch bevor du da bist, schließt du die ersten Bekanntschaften. So reist es sich doch viel entspannter.

Schritt 4: Jobsuche im Ausland

Das Herzstück für dein internationales Abenteuer ist wohl das Finden eines Jobs. Ideen hierfür gibt es viele: Auf LinkedIn kannst du Unternehmensprofile und die dazugehörigen internationalen Jobausschreibungen ansehen. Eine gute Idee ist auch das Vernetzen mit Career Center weltweiter Universitäten. Diese kennen den heimischen Arbeitsmarkt für Akademiker/innen wie niemand anderer. Darüber hinaus wissen sie über aktuelle Chancen und Trends bestens Bescheid. Oft bieten sie auch – so wie das ZBP – eigene Jobbörsen oder sie können dich auf andere Jobplattformen mit Stellen in der Wirtschaft verweisen. Denk auch an nationale Expat-Plattformen. Achtung: diese werden zumeist nur in Landessprache angeboten.

Schritt 5: Zelte abbrechen

Der Tag X: Du schnappst deine Koffer und machst dich auf den Weg. Die Checklisten sind abgearbeitet, der Sprachkurs ist im Handgepäck, die Schlüssel für die Wohnung in deiner neuen Heimatstadt werden dir bald übergeben. Ja, der Schritt ins Ausland erfordert Mut und eine gewisse Risikobereitschaft. Dafür winken Eindrücke und Erlebnisse, die du wohl nie vergessen wirst. Übrigens ein Tipp, falls du noch ohne Jobzusage deine Reise antrittst: wer für den Bewerbungsprozess bereits vor Ort ist, kann absolut im Vorteil sein. Arbeitgeber sehen so das „Commitment“ zu der Entscheidung. Außerdem ist ein schnelles Mittagessen nur möglich, wenn du bereits vor Ort bist- ansonsten bleibt es beim Skype-Gespräch.

Zum Nachlesen:

Tipps zum internationalen Bewerben findest du in der Broschüre „How to: Bewerbung“. Hier wird vor allem ein Fokus auf Bewerbungsdokumente im englischsprachigen Raum gelegt. Wer sich für das Leben und Arbeiten in Polen interessiert, findet in „Careers in Poland“ zahlreiche Infos. Der „Expat-Insider“ liefert Insights in das Leben und Arbeiten in den verschiedensten Ländern der Welt – direkt von Expats vor Ort. Alle Guides liegen im ZBP auf – einfach vorbeikommen!

Brigitte Kuchenbecker

Brigitte Kuchenbecker

Brigitte arbeitet seit sechs Jahre für das ZBP. Ihre Leidenschaften sind das Schreiben und die Personalarbeit – umso besser, dass sie als Chefredakteurin des Karrieremagazins und Autorin von UP! beide Interessen vereinen kann. In ihrer Freizeit findet man sie in der Natur: beim Wandern, Klettern oder Garteln.

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Von |2018-09-14T10:13:25+00:0013. September 2018|Allgemein, Special: International|0 Kommentare

Über den Autor:

Brigitte Kuchenbecker
Brigitte arbeitet seit sechs Jahre für das ZBP. Ihre Leidenschaften sind das Schreiben und die Personalarbeit – umso besser, dass sie als Chefredakteurin des Karrieremagazins und Autorin von UP! beide Interessen vereinen kann. In ihrer Freizeit findet man sie in der Natur: beim Wandern, Klettern oder Garteln.

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