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So zeigst du deine Soft Skills

Wie gut bist du im Präsentieren? Welche Rolle nimmst du in einem Team ein? Und wie gehst du mit Stress um? Soft Skills beschreiben deine persönlichen und sozialen Kompetenzen. Diese sind – im Gegensatz zu fachlichen Kompetenzen oder Hard Skills – schwieriger im Bewerbungsprozess darzustellen.

© Unsplash/Daiga Ellaby

So werden Hard Skills getestet

Fangen wir aber zuerst bei den Hard Skills an: Bei diesen ist die Überprüfung verhältnismäßig leicht, da sie objektiv messbar sind. Fachliche Qualifikationen kann man gut um Lebenslauf darstellen, zum Beispiel, indem man den Ausbildungsweg und die einzelnen Berufsstationen stichwortartig beschreibt oder indem man Zeugnisse beilegt. Auch im Gespräch kann die Fachkompetenz gut getestet werden, zum Beispiel wenn hinterfragt wird, wie man einen Cash-Flow berechnet oder was das EBIT bedeutet. Eine Fallstudie zur Markteinführung eines neuen Produkts kann auch Aufschluss über das inhaltliche Know-how geben.

So werden Soft Skills getestet

Bei den Soft Skills ist die Erhebung deutlich schwieriger – vor allem da sie aus den schriftlichen Unterlagen kaum abgeleitet werden können. Hier liegt der Fokus vielmehr auf Erfahrungswerten, situativen Einschätzungen und ja, auch dem Erspüren des Gegenübers. Zum Beispiel kann man aus bisherigen Erfahrung Schlüsse auf die Soft Skills zu ziehen: Jemand, der lange Zeit im Gastgewerbe war, kann vermutlich mit Stress umgehen; eine Person, die im Verkauf tätig war, könnte anderen Menschen gegenüber offen sein; und jemand, der mit dem Rucksack durch die Welt gereist ist, wird wahrscheinlich Flexibilität bei Veränderungen mitbringen. 

Betrachten wir nun einzelne Bewerbungsszenarien im Detail:

Bewerbungsgespräch

Im Bewerbungsgespräch, in dem durch den persönlichen Kontakt die Soft Skills sowieso permanent auf dem Prüfstand stehen, kommen häufig gezielte Fragen zum Einsatz, z. B. „Erzählen Sie von Ihrem größten Misserfolg und wie Sie damit umgegangen sind“. Durch diese Art von Fragestellung lassen sich nicht nur deine Stärken und Schwächen erkennen, sondern auch deine Selbsteinschätzung.

Assessment-Center

Auch im Assessment-Center werden Soft Skills laufend und über die gesamte Dauer des Auswahlverfahrens beobachtet. Je nach geforderten Qualifikationen können unterschiedliche Übungen zum Einsatz kommen. In der Postkorb-Übung geht es um das Priorisieren von To-dos – Ziel ist, die vorgegebenen Aufgaben nach Dringlichkeit zu ordnen. Durch die Übung können Stressresistenz, Konzentration, Arbeitsstruktur, Genauigkeit und Entscheidungsfähigkeit beobachtet werden. 

Bei der Gruppendiskussion versuchen sich alle Kandidat*innen auf die gemeinsame Lösung für ein Problem zu einigen. Deine Kommunikationskompetenzen, die Rolle in Teams und Durchsetzungsstärke zeigen sich hier. 

Ein Rollenspiel widmet sich in der Regel „Real-Life-Szenarien“ – Beispiele aus der Praxis werden fiktiv nachgestellt, um zu sehen, wie du auf eine bestimmte Situation reagierst. Auch hier stehen deine persönlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen auf dem Prüfstand.

Persönlichkeitstests und Gamification

Soft Skills schwarz auf weiß darzustellen ist schwierig: Früher wurden graphologische Gutachten oder sogar astrologische Verfahren eingesetzt, um mehr über die Persönlichkeit zu erfahren. Heute gibt es neben Persönlichkeitstests auch interaktive Tools wie Recruiting-Games oder Game-Based Assessments. Auf dem Prüfstand stehen je nach Anforderung die verschiedensten Persönlichkeitskomponenten wie Belastbarkeit, Detailtreue oder Geduld.

Bleib immer du selbst!

Doch egal, ob Soft Skills nun objektiv messbar sind oder situativ erfasst werden: Ein Verbiegen bringt nichts – in manchen Positionen braucht man eine*n ruhige*n Teamplayer*in, in anderen wiederum eine durchsetzungsstarke Person. Welche Anforderungen hinter einer Position stecken, weißt du im Vorfeld nicht. Also: Bleibe authentisch, lass dich nicht stressen und sei neugierig, was im Recruiting-Prozess auf dich zukommt.

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