Ein vielschichtiger Prozess
Wenn wir an Personalauswahl denken, kommen uns zumeist folgende Begriffe in den Sinn: Bewerbungsunterlagen, Vorstellungsgespräch, manchmal auch ein Assessment-Center. Und klar – im Bewerbungsprozess müssen sowohl die Bewerbungsunterlagen als auch das persönliche Auftreten überzeugen.
Doch das alleine ist noch lange nicht alles. Oftmals nehmen wir die vielen weiteren Tools, die bei einem Auswahlprozess eine Rolle spielen können, gar nicht wahr. Seien es Talentepools, Empfehlungen oder Social Media.
Unterschiedliches Unternehmen + unterschiedliche Position = unterschiedliche Auswahl
Für die Personalauswahl gibt es kein Patentrezept. Arbeitgeber wählen genau jene Instrumente, die für sie die meiste Effizienz versprechen – und diese variieren je nach Position und Unternehmen. Ein Beispiel: Ein multinationaler Konzern mit 40.000 Mitarbeiter*innen, der im Jahr zumeist mehr Personalbedarf hat als ein KMU mit 40 Mitarbeiter*innen, wird in der Regel auch zu anderen Auswahlmethoden greifen. So können Datenbanken oder Case-Studys helfen, die eingehenden Bewerbungen gezielt zu strukturieren.
Auch kommt für unterschiedliche Positionen ein unterschiedliches Verfahren zum Einsatz. Assessment-Center werden z. B. häufiger für Traineeprogramme und Hearings für Positionen mit Führungsverantwortung eingesetzt, Zoom- oder Skype-Interviews kommen für Erstgespräche über größere Distanzen zum Einsatz.
Auf alles vorbereitet sein
Für dich als Bewerber*in bedeutet diese Vielzahl an möglichen Tools, dass du im Bewerbungsprozess eine gewisse Flexibilität beweisen musst. Kein Auswahlverfahren gleicht dem anderen: Die Fragen im Bewerbungsgespräch, das Setting des Kennenlernens und die Übermittlung der Unterlagen variieren.
Bei einem Arbeitgeber wirst du zu einem Escape-Game eingeladen, bei einem anderen findet das Bewerbungsgespräch außerhalb des Office in einem Café statt. Bei einem Arbeitgeber dauert das Interview 20 Minuten, bei einem anderen 1,5 Stunden. Wie auch immer der Bewerbungsprozess verlaufen wird, es gilt Professionalität zu beweisen. Unser Tipp: Flexibel sein und auf Überraschungen einstellen – denn dann ist man auf alles vorbereitet …