Bewerbungsunterlagen – So nicht!

Bewerbungsunterlagen – So nicht!

Ja, wir alle haben es schon oft gehört: die Gestaltung der Bewerbungsunterlagen ist die erste Hürde im Bewerbungsprozess. Und es ist ja auch logisch: Nur wenn Lebenslauf, Bewerbungsschreiben und Zeugnisse überzeugen, wirst du zu einem Bewerbungsgespräch oder Assessment-Center eingeladen. Sind die Dokumente unvollständig oder gar schlampig, landest du als Bewerber/in schnell auf dem Absagestapel. Wir zeigen dir, wie du deine Bewerbungsunterlagen zielbringend aufbaust – und wie nicht….

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Der Lebenslauf ist das wohl wichtigste Dokument in deinen Bewerbungsunterlagen. Er listet in chronologischer Reihenfolge die wichtigsten Stationen deines Werdegangs auf und verschafft so eine Übersicht über deine Kompetenzen.

So nicht:

  • Unprofessionelles Foto: In Österreich ist ein Foto in den Bewerbungsunterlagen Pflicht. Du musst jetzt aber nicht zwangsläufig ein teures Foto im Fotostudio anfertigen lassen, allerdings sollte dein Foto qualitativ hochwertig und business-like sein. Selfies sind maximal in kreativen Branchen angebracht. Achtung auch bei neuer Haarfarbe, Brille oder Bart: Es ist wichtig, dass man dich auf dem Foto eindeutig wiedererkennt.
  • Fehlende Kontaktdaten: Stell dir vor, man möchte dich einladen und kann keine Telefonnummer finden. Das ist ärgerlich und wirkt unprofessionell. Achte darauf, dass dein Name und deine Kontaktdaten auf allen Dokumenten zu finden sind.
  • Unübersichtliche Formatierung: Es macht keinen Spaß, sich durch eine unstrukturierte Bewerbung zu kämpfen. Zeit ist Mangelware. Besser ist es, wenn dein Lebenslauf leserfreundlich, klar strukturiert und ansprechend formatiert ist.

Das Motivationsschreiben, das synonym auch Bewerbungsschreiben genannt wird, spannt einen Bogen zwischen deinem Lebenslauf und dem Stelleninserat.

So nicht:

  • Unklare Motivation: Wie der Name schon sagt – Der Kern des Bewerbungsschreibens ist deine Motivation! Überleg dir also ganz genau, was dich konkret zu einer Bewerbung motiviert – die alleinige Aussage „Ich habe mein Studium beendet und suche nun einen Job“ zählt hier nicht dazu.
  • Ausschließliche Wiederholung des CVs: In den meisten Fällen orientieren sich Personalverantwortliche als Erstes an deinem Lebenslauf. Aus diesem Grund kannst du im Motivationsschreiben idealerweise auf all die Kompetenzen eingehen, die nicht aus deinem CV hervorgehen. Insbesondere soziale Kompetenzen oder das beispielhafte Untermauern von fachlichen Qualifikationen bleiben im Gedächtnis.
  • Reine Aufzählung von Unternehmensfakten: Versetz dich einmal in Personalverantwortliche hinein. Sehr häufig lesen diese, dass ihr Unternehmen interessante Produkte anbietet, ev. Marktführer und international tätig ist. Das ist nichts Neues und kein Kriterium, speziell dich einzuladen. Vielmehr punktest du, wenn du erklärst, wie du als Person zum Unternehmenserfolg beitragen könntest.

Die Zeugnisse unterstreichen deine Qualifikationen und sind eine nähere Informationsquelle für deine Ausbildungs- und Berufserfahrungen.

So nicht:

  • Irrelevante Zeugnisse: Wie so oft gilt: Weniger ist mehr. Unternehmen interessieren primär die Zeugnisse, die geforderte Kompetenzen und Qualifikationen unterstreichen. Es macht also mehr Sinn, einige aussagekräftige Dokumente an die Bewerbung zu attachen anstatt wahllos alle Zeugnisse zu übermitteln.
  • Unleserliche Zeugnisse: Wahrscheinlich ist dir das auch schon passiert – du öffnest ein Dokument und kannst es kaum lesen. Es gibt dunkle Stellen, Schatten, oder es sind gar Sätze auf den Seiten abgeschnitten. Und gerade in der Bewerbung gilt: Unleserlich, schief oder nur teilweise eingescannte Zeugnisse wirken unprofessionell. Also lieber Zeit investieren und die Zeugnisse gewissenhaft und in der richtigen Auflösung scannen.

Sind alle Dokumente ansprechend formatiert und gestaltet, müssen diese „nur“ noch beim Unternehmen ankommen. Aber Achtung: Auch bei der Übermittlung, die heute zumeist via E-Mail oder Onlineportal erfolgt, gibt es einiges zu beachten.

So nicht:

  • Bewerbungsschreiben im E-Mail-Text: Bei einer Bewerbung per E-Mail ist das Bewerbungsschreiben, das die Briefform nicht verlieren soll, als Attachment anzufügen – bitte den Text nicht in das E-Mail kopieren! Im Mailtext kannst du lieber einen Satz über die konkrete Position, für die du dich bewirbst, verfassen sowie einen Hinweis auf die angehängten Bewerbungsdokumente geben.
  • Zu große Dateigröße: Sind deine Bewerbungsdokumente zu groß, kann es zu Übertragungsfehlern kommen. Idealerweise überschreitet deine Bewerbung nicht 2 MB. Achte auch bei Bewerbungsfotos auf eine optimierte Darstellung.
  • pdf: Personalverantwortliche schätzen eine klare Betitelung der Bewerbungsunterlagen, z.B. „Lebenslauf_Nachname“. So bewahrst auch du selbst die Übersicht und erleichterst Personalverantwortlichen gleichzeitig ihre Arbeit.

Du hast noch Fragen? Komm zu uns ins Career Center – wir beraten dich gerne. Bei uns gibt es auch kostenlos den Bewerbungsleitfaden. Einfach abholen!

Brigitte Kuchenbecker

Brigitte Kuchenbecker

Brigitte arbeitet seit acht Jahren für das ZBP. Ihre Leidenschaften sind das Schreiben und die Personalarbeit – umso besser, dass sie als Chefredakteurin des Karrieremagazins und Autorin von UP! beide Interessen vereinen kann. In ihrer Freizeit findet man sie in der Natur: beim Wandern, Klettern oder Garteln.

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Von |2018-03-06T09:42:00+02:0010. August 2016|Allgemein, Bewerben|0 Kommentare

Über den Autor:

Brigitte Kuchenbecker
Brigitte arbeitet seit acht Jahren für das ZBP. Ihre Leidenschaften sind das Schreiben und die Personalarbeit – umso besser, dass sie als Chefredakteurin des Karrieremagazins und Autorin von UP! beide Interessen vereinen kann. In ihrer Freizeit findet man sie in der Natur: beim Wandern, Klettern oder Garteln.

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