Das Geschenk der Mehrsprachigkeit

Das Geschenk der Mehrsprachigkeit

Bild: © pathdoc / Adobe Stock

Weißt du, welches Datum heute ist? Keine so schwere Frage, ein Blick auf das Smartphone oder das rechte, untere Eck am Computerscreen genügt: es ist der 21. Februar. In Norddeutschland wird heute das „Biikebrennen“ zelebriert, Tiziano Ferro hat heute Geburtstag. Und: heute ist auch der internationale Tag der Muttersprache. Dieser von der Unesco ins Leben gerufene Gedenktag würdigt die kulturelle Vielfalt und Mehrsprachigkeit.

Die Welt der Mehrsprachigkeit

Weit mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung ist mehrsprachig. In Österreich gibt es neben Deutsch auch noch die Amtssprachen Ungarisch, Burgenland-Kroatisch und Slowenisch sowie ein Reihe von sogenannten Minderheitensprachen, wie zum Beispiel die Gebärdensprache.

„Die Möglichkeit, mehrsprachig aufzuwachsen, ist sicher eines der größten Geschenke, die Eltern ihren Kindern machen können“ – das betonte unlängst eine junge WU-Absolventin, die wir im WU ZBP Career Center für eine Einstiegsposition in einem internationalen Unternehmen interviewten. Seit frühester Kindheit spricht sie drei Sprachen: Deutsch als Muttersprache, Spanisch als Sprache des Landes, in dem sie seit ihrem vierten Lebensjahr aufgewachsen ist, und Englisch aufgrund ihrer Schulbildung. Ein Vorteil, der ihr in ihrer Karriere in einer globalisierten Welt sicherlich helfen wird.

Sprachen für den Arbeitsmarkt

In Österreich gelten ausgezeichnete Englischkenntnisse als absolutes Muss-Kriterium im Bewerbungsprozess – oftmals nicht explizit erwähnt, aber mindestens ebenso wichtig: die ausgezeichneten Deutschkenntnisse. In Österreich ist das solide Beherrschen der deutschen Sprache ein absolutes Muss – das bescheinigen uns die ZBP Partnerunternehmen nahezu einhellig. Wir empfehlen daher allen WU-Studierenden, die Deutsch nicht als Muttersprache haben, ausreichend und frühzeitig Energie in das Erlernen der Sprache zu stecken, um fit für den Arbeitsmarkt zu sein.

Sprachniveaus im Lebenslauf

Denn Sprachen sind für den Bewerbungsprozess mehr als wichtig. Eigentlich kann man verallgemeinert sagen, dass das Beherrschen von vielen Sprachen kein Nachteil sein kann. Je vielfältiger man kommunizieren kann, desto besser. Alle Sprachen, selbst wenn man sie nur bruchstückchenhaft spricht, sollten im CV Platz finden.

Doch wie kann man Sprachkenntnisse bewerten und kategorisieren? Abhilfe schafft ein gemeinsamer, europäischer Referenzrahmen, der sechs Niveaustufen klassifiziert – von A1 bis C2. Im Personalbereich verständlicher und verbreiteter ist allerdings folgende Einteilung: Muttersprache – verhandlungssicher- sehr gut – gut-Grundkenntnisse. Diese Kategorien empfehlen wir im ZBP auch bei unseren Beratungen und CV-Checks.

Was versteht man nun darunter? Oder anders formuliert: Wann ist gut auch wirklich gut? Vielleicht helfen dir folgende Hinweise: Mit verhandlungssicheren Kenntnissen solltest du problemlos von berufsrelevanten Dingen erzählen können und die entsprechenden Fachvokabeln kennen. Sehr gut sind deine Kenntnisse dann, wenn du dich flüssig über alltägliche Inhalte unterhalten kannst. Und gute Kenntnisse bzw. Grundkenntnisse sind für den Alltagsgebrauch ausreichend, in der Regel aber nicht jobrelevant.

Heute ist der 21. Februar, Tag der Muttersprachen. Vielleicht nimmst du dir ein bisschen Zeit, um über deine Sprachenvielfalt nachzudenken. In diesem Sinne: Have a nice day! Pura Vida! Bella giornata! Bonne journée!

Brigitte Kuchenbecker

Brigitte Kuchenbecker

Brigitte arbeitet seit sechs Jahre für das ZBP. Ihre Leidenschaften sind das Schreiben und die Personalarbeit – umso besser, dass sie als Chefredakteurin des Karrieremagazins und Autorin von UP! beide Interessen vereinen kann. In ihrer Freizeit findet man sie in der Natur: beim Wandern, Klettern oder Garteln.

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Von | 2018-03-15T17:19:20+00:00 21. Februar 2018|Bewerben|0 Kommentare

Über den Autor:

Brigitte Kuchenbecker
Brigitte arbeitet seit sechs Jahre für das ZBP. Ihre Leidenschaften sind das Schreiben und die Personalarbeit – umso besser, dass sie als Chefredakteurin des Karrieremagazins und Autorin von UP! beide Interessen vereinen kann. In ihrer Freizeit findet man sie in der Natur: beim Wandern, Klettern oder Garteln.

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