Der Bewerbungsprozess im Start-up

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Der Bewerbungsprozess im Start-up

Schnell wachsende Unternehmen, abwechslungsreiche Aufgaben und die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen und umzusetzen – Start-ups sind reizvolle Alternativen für Absolvent/innen geworden. Doch was solltest du bei der Bewerbung beachten?

Unterschiedliche Ausgangslagen

Start-ups befinden sich noch im Unternehmensaufbau, es gibt wenig Strukturen oder klar definierte Prozesse. Auch die Anforderungsprofile an Bewerber/innen sind nicht in Stein gemeißelt und ändern sich je nach Geschäftsverlauf. Anders in Unternehmen mit bereits gewachsenen und etablierten Strukturen: Diese haben in der Regel vorgefertigte „Raster“, in die sie hineinrekrutieren. Es gibt von der HR– und der Fachabteilung erarbeitete Stellenprofile und klar definierte Kompetenzanforderungen, die vorgeben, unter welchen Voraussetzungen sich ein/e Bewerber/in für das Unternehmen eignet. Diese Qualifikationen, wie z.B. das passende Studium, die nötigen Fachkenntnisse oder erste relevante Berufserfahrungen werden in den ersten Bewerbungsrunden eingehend geprüft. Vereinfacht gesagt: Es wird überprüft, ob der Kandidat/die Kandidatin ins Raster passt und alle Anforderungen ausreichend erfüllt.

Alle ziehen an einem Strang!

Anders der Bewerbungsprozess im Start-up: Statt definierte fachliche und soziale Qualifikationen in den Vordergrund zu stellen, achten Start-ups primär darauf, ob du als potenzieller Neuling zum Gründer/innen-Team passt. Du solltest die Motivation und Leidenschaft für die Idee teilen können und bereit sein, dich auf die „Achterbahnfahrt Start-up“ einzulassen. Denn eines ist klar: Häufig geht man in einem Start-up zusammen durch dick und dünn und es gilt auch, gemeinsam Rückschläge zu überwinden.

Wie kreativ kann deine Bewerbung sein?

Start-ups sind jung, sie sind dynamisch und sie leben die Innovation. Das gilt auch für den Bewerbungsprozess. Während du natürlich immer die jeweilige Start-up Kultur und die festgelegten Aufgabenschwerpunkte bei der Gestaltung deiner Unterlagen berücksichtigen solltest, darf die Bewerbung also durchaus ein bisschen kreativer und unkonventioneller sein, als würdest du dich an ein fest etabliertes oder traditionelles Unternehmen wenden.

Du oder Sie?

Von vornherein die richtige Ansprache zu finden, ist gar nicht so einfach. Und auch bei Start-ups gibt es kein Patentrezept – auch wenn eine freundschaftliche Arbeitskultur oft typisch für die jungen Unternehmen ist. Lies dir die Stellenausschreibung genau durch und sieh dich auf der Unternehmenswebsite um: Werden Kund/innen ebenso wie Bewerber/innen geduzt, so liegt ein lockerer Umgangston nahe. Wenn du Zweifel hast, verwende lieber das Sie, selbst, wenn du mit dem/der Interviewer/in von Anfang an auf einer Wellenlänge bist…

Fazit

Bei einer Bewerbung im Start-up kannst du nicht nur fachliche Kompetenzen und Qualifikationen für sich sprechen lassen. Es zählen Idealismus, die Leidenschaft für das Produkt, der Wille, etwas zu bewegen und der Biss, hart für die Ziele zu arbeiten. Letztendlich wird bei einem Start-up ein Kriterium ausschlaggebend sein: Passt du zum Gründer/innen-Team?

Foto: Brooke Cagle / Unsplash

Georg Kubina

Georg Kubina

Georg Kubina arbeitet am ZBP im Bereich Karriereberatung & Student Relations.

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Von |2018-06-26T13:37:46+00:009. November 2016|Allgemein, Bewerben|0 Kommentare

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