Die Geschichte meiner ersten Bewerbungen

Die Geschichte meiner ersten Bewerbungen

Die Karrierereise – so vielfältig wie man selbst. Jede Karriere beginnt anders – und alle führen letztendlich zum Ziel. Heute gibt HR-Consultant Mia Deubner Einblick in ihren ganz persönlichen Berufseinstieg:

„Ich gebe es zu, ich hatte zu Beginn des Studiums keinen Karriereplan. Wahrscheinlich mit ein Grund warum ich mich zuerst für Geschichte einschrieb. Durch Gespräche mit Freund/inn/en bin ich sehr bald dann doch auf internationale Betriebswirtschaft gestoßen und habe gewechselt. Am meisten erfreut über diese Entscheidung war wohl meine Oma. Sie war immer der Meinung, dass das Geschichtestudium brotlos sei, allerdings konnte sie sich bis zu meinem Abschluss der IBW (der – ich gestehe – etwas Zeit in Anspruch genommen hat) nicht merken, was ich denn jetzt eigentlich studiere.

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Ich brauchte Geld

Fix war, dass ich arbeiten wollte und musste. Ich wollte nicht mehr zu Hause wohnen und möglichst selbständig sein. Also musste der erste Job her. Meine erste „Bewerbung“ war eine simple Mail mit der Info, dass ich gerne in einer Trafik geringfügig aushelfen möchte. Ich habe mich dann mit einer der Verkäuferinnen in einem Kaffeehaus getroffen und 15 Minuten später hatte ich meinen ersten Job. Schon verkaufte ich – als absolute Nichtraucherin – Zigaretten, Zeitschriften, Lottoscheine und Souvenirs in einer stark frequentierten U-Bahn-Passage. Es hat mir viel Spaß gemacht Geschäftsleute, Touristen, aber auch Obdachlose zu bedienen und ich habe vor allem Kopfrechnen gelernt.

Ich wollte immer wieder etwas Neues

Nach einem Jahr hatte ich das Gefühl, es ist Zeit für etwas Neues. Eine Freundin erzählte mir von ihrer Tätigkeit am Empfang eines großen Verlagshauses. Wieder brauchte ich keine Bewerbungsunterlagen sondern wurde kurzerhand dem zuständigen Herren vor- und gleich eingestellt. Ich half aus wo man mich brauchte: In der Telefonzentrale beantwortete ich unzählige Kundenanfragen, am Hauptempfang begrüßte ich die Besucher/innen und koordinierte alle Boten, in der Eventabteilung durfte ich Geschenksäckchen zusammenstellen und tausende Briefe einkuvertieren, am Redaktionsempfang und als Urlaubsvertretung im Sekretariat der Chefredaktion war ich Mädchen für fast alles.

Ich wollte mich im Fachbereich vertiefen

Meine Arbeit war sehr abwechslungsreich und lies sich gut mit dem Studium kombinieren, aber nach einiger Zeit wollte ich mich als Assistentin der Geschäftsführung eines kleinen Finanzdienstleisters bewerben. Zum ersten Mal brauchte ich richtige Bewerbungsunterlagen. Heute wäre mir die damalige Version fast peinlich. Ich hatte überhaupt keine Ahnung, wie man einen Lebenslauf gestalten könnte und habe mir einfach von Bekannten einiges abgeschaut. Erstaunlicherweise wurde ich zum Interview eingeladen. Das Gespräch lief gut, obwohl ich sehr nervös war und viel zu spät kam.

Ich hatte Glück

Danach ging es für ein Semester ins Ausland und ich musste meine Stelle als Assistentin der Geschäftsführung beenden. Doch ich hatte Glück: als ich von meinem Auslandssemester in Finnland zurückkam, war eine Teilzeitstelle bei meinem alten Arbeitgeber, dem Verlag, frei. Da ich dort schon bekannt war, war wieder mal keine offizielle Bewerbung nötig, nur ein kurzes Gespräch mit der Personalleitung. Ich hatte es geschafft und durfte mich rund 1,5 Jahre 30 Stunden die Woche mit Recruiting, Urlaubsanträgen, Zeugnissen, Reisekostenabrechnungen, der Entwicklung von Weiterbildungsmaßnahmen und und und beschäftigen. Nebenbei beendete ich erfolgreich mein Studium. Und wieder war meine Oma überglücklich: Das unaussprechliche Studium war Geschichte. Und die Zukunft der Enkelin vermeintlich gesichert…“

Und wie ist Ihre Karrieregeschichte? So vielfältig sie auch sein mag, sie wird Sie immer ans Ziel führen. Schließlich ist doch auch der Weg das Ziel …

 

Heike Schreiner

Heike Schreiner

Die gebürtige Burgenländerin kam 2006 ins ZBP, um den Eventbereich zu verstärken. Seit Mitte 2009 konzentriert sie sich auf die Geschäftsführung und ist damit für die Weiterentwicklung und Positionierung des ZBP als einer der größten österreichischen Personalvermittler und -berater zuständig.

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Von |2018-03-06T09:42:58+02:0018. Juni 2014|Allgemein, ZBP Insights|0 Kommentare

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Heike Schreiner
Die gebürtige Burgenländerin kam 2006 ins ZBP, um den Eventbereich zu verstärken. Seit Mitte 2009 konzentriert sie sich auf die Geschäftsführung und ist damit für die Weiterentwicklung und Positionierung des ZBP als einer der größten österreichischen Personalvermittler und -berater zuständig.

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