Flexibilität im Job

Flexibilität im Job

Flexibilität – kommt Ihnen diese Anforderungen aus Stellenanzeigen bekannt vor? Wahrscheinlich schon. Denn gerade in Positionen für junge Akademiker/innen wird dieses Attribut häufig gefordert. Aber wie viel Flexibilität im Job tut uns eigentlich gut?

Flexibilität im Job

Wann und wo wir wollen …

Arbeitsbedingungen ändern sich rasant – durch Globalisierung, kurze Produktlebenszyklen und technologischen Fortschritt. Wir leben in einem stetigen Wandel, in einer schnelllebigen Zeit. Oft scheint es, als sei die Welt unser Arbeitsplatz. Und Zeit und Raum spielen keine Rolle mehr.

Schließlich wollen wir auch flexibel sein. Einen bestimmten Grad von Freiheit spüren. Familie und Arbeit ideal verbinden. Und speziell die Generation Y (also jene, die zwischen 1980 und 2000 geboren sind) wünscht sich Flexibilität in der Lebens- und Karrieregestaltung.

Wie viel Flexibilität tut uns gut?

Ein Zuviel ist aber selten gut. Und die oft gewünschte Flexibilität kann ihren Tribut fordern und in Überforderung und möglicherweise sogar Burn-out resultieren. Denn der schale Beigeschmack von einem zu viel an Flexibilität ist das Verschwimmen der Grenzen von Beruf und Privat. Das Reduzieren der Freizeit aufgrund des Berufs ist eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Denn Zeit ist kein vermehrbares Gut.

Strukturen müssen her

Auch in einer Welt, die dynamisch und grenzenlos scheint, benötigt man also Strukturen, Orientierungspunkte, Stabilität. Auf Manager/innen kommt die große Herausforderung zu, zu strukturieren – und das in einer Zeit, in der Flexibilität als das große Modewort gilt. Doch wie umsetzen?

Möglicherweise durch Anwesenheit – zumindest zeitweilige Anwesenheit. Bekanntes Beispiel dieses Trends: Marissa Mayer, CEO von Yahoo, die die Präsenzkultur wieder hat aufleben lassen. Denn ja: Menschen brauchen Unmittelbarkeit, physische Kopräsenz und persönlichen Kontakt – auch und gerade mit Führungskräften. Nicht unbedingt 40-Stunden in der Woche, aber so viel, dass man Vertrauen zu seinen Vorgesetzten fassen kann. So viel, dass man die Prioritäten in der täglichen Arbeit gut erkennen kann. So viel, dass man genügend Feed-Back (positives wie negatives) auf seine Leistungen bekommen kann. Auch Wolfgang Elsik, Leiter des Instituts für Personalmanagement, betonte in der Ausgabe 2/2013 des Karrieremagazins: „Würde eine unpersönliche Steuerung perfekt funktionieren, hätten wir den direkten Kontakt in der Arbeitswelt doch schon längst abgeschafft. Denn es heißt, dass die Steuerung von Mitarbeiter/innen über direkte Führung so ziemlich das Teuerste und Unzuverlässigste ist, was es gibt – aber sie ist letztlich nicht ersetzbar“.

… Face-to-Face

Auch wenn wir also Flexibilität wollen – und auch bekommen! – der Face-to-Face-Kontakt, die direkte Führung und die informellen Gespräche auf den Bürogängen werden auch in Zukunft eine bedeutende Rolle im effizienten Wirtschaften spielen. Denn Strukturen und Kontakt geben Sicherheit – und die braucht man in dynamischen Zeiten.

Brigitte Kuchenbecker

Brigitte Kuchenbecker

Brigitte arbeitet seit acht Jahren für das ZBP. Ihre Leidenschaften sind das Schreiben und die Personalarbeit – umso besser, dass sie als Chefredakteurin des Karrieremagazins und Autorin von UP! beide Interessen vereinen kann. In ihrer Freizeit findet man sie in der Natur: beim Wandern, Klettern oder Garteln.

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Von |2018-03-06T09:43:07+02:0017. Januar 2014|Allgemein, Im Job|0 Kommentare

Über den Autor:

Brigitte Kuchenbecker
Brigitte arbeitet seit acht Jahren für das ZBP. Ihre Leidenschaften sind das Schreiben und die Personalarbeit – umso besser, dass sie als Chefredakteurin des Karrieremagazins und Autorin von UP! beide Interessen vereinen kann. In ihrer Freizeit findet man sie in der Natur: beim Wandern, Klettern oder Garteln.

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