Flexible Arbeitszeiten

  • Das Bild zeigt junge Menschen bei der Arbeit

Flexible Arbeitszeiten

„Arbeiten wann ich will, und wo ich will“ – kennen Sie diesen Anspruch? Den Wunsch, sich die Arbeit selbst einteilen zu können, selbst Prioritäten zu setzen und an einem Tag bei schönsten Sonnenschein früher zu gehen um dafür in der kommenden Woche „so richtig reinzuhackeln“? Flexible Arbeitszeiten machen das möglich – und werden ein immer wichtigerer Aspekt für Unternehmen. Doch was verbirgt sich tatsächlich hinter diesen Modellen?

Nine to five – ein Auslaufmodell?

Irgendwie scheint Arbeiten von „Nine to Five“ aus der Mode gekommen zu sein. Kaum noch finden sich Berufstätige, die um Punkt 9 Uhr ihren Computer hochfahren um ihn dann um Punkt 17 Uhr wieder abzudrehen. Eignet sich dieses Modell doch auch nicht um z.B. Arbeitsspitzen effizient abzudecken oder um Kundenanfragen zeitnahe zu beantworten. Man denke hier z.B. nur an die Consultingbranche oder andere serviceorientierten Dienstleister, die ihre Arbeitszeiten an die Kunden anpassen und in jedem Fall eine gewisse Flexibilität vorweisen müssen. Flexible Arbeitszeitmodelle sind auf dem Vormarsch:

  • Gleitzeit: Arbeitnehmer/innen haben die Möglichkeit, Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit innerhalb bestimmter Grenzen frei zu wählen. Die Dauer der täglichen Arbeitszeit steht fest. Es gibt Modelle mit festgesetzten Kernarbeitszeiten, zu denen Arbeitnehmer/innen anwesend sein müssen, aber auch Gleitzeiten ohne fix vorgegebene Kernzeiten.
  • Vertrauensarbeitszeit: Der Arbeitgeber vertraut unter arbeitsvertraglichen Vereinbarungen darauf, dass die Arbeitnehmer/innen selbst ihre Arbeitszeiterfassung vornehmen und ihren beruflichen Verpflichtungen nachkommen. Es obliegt den Mitarbeiter/inne/n, wie sie sich ihre Zeit einteilen und wann sie ihre Aufgaben erledigen. Es wird also ausschließlich das Volumen der von den Beschäftigten in einem bestimmten Zeitraum zu leistenden Arbeitszeit festgelegt, nicht aber die Lage der Arbeitszeit.
  • Sabbatical: Dient dazu, sich nach einer intensiven beruflichen Phase eine Auszeit zu nehmen. In der Regel dauert dieser „Langzeiturlaub“ zwischen drei und zwölf Monaten und wird zum Beispiel zur Neuorientierung, Weiterbildung oder Erholung genutzt.

Arbeitszeitmodelle in der Praxis

Und auch wir als Arbeitnehmer/innen wünschen uns oft flexible Arbeitszeiten – und das ist doch auch kein Wunder. Die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Hobbies, also die oftmals zitierte und selten erreichte Work-Life-Balance, wird durch eine selbstbestimmte Arbeitseinteilung wesentlich verbessert. Flexibilität verschafft schließlich Freiheit.

Arbeitszeiten

Und dennoch: wo Vorteile da auch Nachteile. Es gilt es aufzupassen. Denn durch die Flexibilisierung der Arbeitszeit können Arbeits- und Privatzeit verschwimmen. Denn wann hört man auf zu arbeiten, wenn man immer arbeiten kann? Wo zieht man die Grenze? Wann nimmt man sich nur Zeit für sich, obwohl doch eigentlich noch so viel zu tun wäre? Eigenverantwortung ist gefragt – immer und überall. Mit flexiblen Arbeitszeiten sind wir Arbeitnehmer/innen selbst gefragt, unser privates und berufliches Glück zu vereinen. Wir müssen uns selbst Rahmenbedingungen schaffen, die langfristig eine Balance zwischen Job und Freizeit garantiert.

So schön flexibles Arbeiten auch ist – dieser Verantwortung muss man sich bewusst sein um auch wirklich alle Vorteile bestmöglich ausnützen zu können. Und um den „freien“ Nachmittag in der Sonne auch wirklich genießen zu können. Dann gibt flexibles Arbeiten viele Vorteile – für Arbeitnehmer/in und Arbeitgeber.

Brigitte Kuchenbecker

Brigitte Kuchenbecker

Brigitte arbeitet seit acht Jahren für das ZBP. Ihre Leidenschaften sind das Schreiben und die Personalarbeit – umso besser, dass sie als Chefredakteurin des Karrieremagazins und Autorin von UP! beide Interessen vereinen kann. In ihrer Freizeit findet man sie in der Natur: beim Wandern, Klettern oder Garteln.

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Von |2018-06-25T11:50:06+02:0028. Mai 2014|Allgemein|0 Kommentare

Über den Autor:

Brigitte Kuchenbecker
Brigitte arbeitet seit acht Jahren für das ZBP. Ihre Leidenschaften sind das Schreiben und die Personalarbeit – umso besser, dass sie als Chefredakteurin des Karrieremagazins und Autorin von UP! beide Interessen vereinen kann. In ihrer Freizeit findet man sie in der Natur: beim Wandern, Klettern oder Garteln.

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