Fringe Benefits als Gehaltsextra

Fringe Benefits als Gehaltsextra

Wieviel verdienen Sie? 2.500 Euro brutto? Oder 3.200 Euro netto? Und vielleicht ein Dienstauto dazu, ein Firmenhandy zur Privatnutzung oder ein tägliches Mittagsmenü um 2,30 Euro? Der Betrag, der monatlich am Konto landet, sagt nicht alles. Fringe Benefits haben sich zu einem attraktiven Faktor im Leistungsangebot von Unternehmen an ihre Arbeitnehmer/innen entwickelt. Lohnnebenleistungen in Form von unentgeltlichen oder vergünstigten Sachleistungen werden von Firmen zusätzlich zum Gehalt bzw. Lohn gewährt. Für Arbeitnehmer/innen sind diese Vorteile besonders attraktiv, da sie steuerfrei oder steuerbegünstigt sind.

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Die Zugabe zum Gehalt

Unternehmen sind einfallsreich: Die Modelle reichen vom Betriebskindergarten über flexible Arbeitszeiten, Zusatzversicherungen, Weiterbildung, zusätzliche Urlaubstage, einen kostenlosen Parkplatz oder Essensgutscheine bis hin zur betrieblichen Gesundheitsvorsorge.

Laut dem Beratungsunternehmen Hewitt bieten 94 Prozent der großen Konzerne Deutschlands Gesundheitsvorsorgeprogramme oder medizinische Betreuung an, von der Grippeimpfung bis zur Raucherentwöhnung, 90 Prozent vergünstigte Mahlzeiten für ihre Mitarbeiter/innen.

In Österreich sind zum Beispiel Essensgutscheine für ein Restaurant in der Nähe des Arbeitsplatzes bis zu 4,40 Euro pro Arbeitstag steuer- und sozialversicherungsfrei, Lebensmittelgutscheine bis 1,10 Euro pro Arbeitstag. Das klingt im ersten Augenblick recht überschaubar, aber haben Sie hochgerechnet, wieviel das pro Monat oder pro Jahr ausmacht? Ein schönes Netto-Zusatzeinkommen!

Beliebtes Dienstauto?

Der Klassiker unter den Fringe Benefits ist das Dienstauto. Wer es beruflich braucht, darf es so gut wie immer auch privat nutzen und bekommt obendrein Versicherung, Benzin, Wartung und Reparaturen, Parkgebühren und Navigationsgerät bezahlt. Ob der firmeninterne Wettbewerb um das größte Firmenauto Zukunft hat, ist fraglich. Das Auto verliert seinen Stellenwert als Statussymbol und die Zahl der Führerscheinbesitzer sinkt, besonders im urbanen Bereich. Als Alternative können Unternehmen in Österreich ihren Mitarbeiter/inne/n seit 2013 die Monatskarte für den öffentlichen Verkehr steuerfrei und als zusätzlichen Gehaltsbestandteil anbieten.

Work Life Balance und Familienleistungen am Vormarsch

Die Ausgewogenheit zwischen Privatem und Beruf rangiert in ihrer Wichtigkeit für Mitarbeiter/innen weit oben. Auch darauf wird von Firmenseite verstärkt Augenmerk gelegt. Nach Hewitt gewähren 96 Prozent der befragten Unternehmen ihren Mitarbeiter/inne/n mehr Urlaubstage als gesetzlich vorgeschrieben, vor zwei Jahren waren es noch 78 Prozent der Firmen. Ein vergleichbarer Trend ist bei der Flexibilisierung von Arbeitszeiten  spürbar.

Schon 70 Prozent der Teilnehmer an der aktuellen Fringe Benefits-Studie bieten ihren Mitarbeiter/inne/n Familienleistungen an, deutlich mehr als noch vor zwei Jahren. Von subventionierten Kindergartenplätzen über steuerfreie Gutscheine für die Kinderbetreuung bis hin zur Notbetreuung für Kinder oder Feriencamps reichen die Varianten. Unternehmen reagieren damit auf die verstärkte Forderung nach Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Fringe Benefits als Gehaltsextra

Ob also Gehaltszugaben im Zuge von Sachleistungen oder familiärer Unterstützung: die Palette an möglichen Fringe Benefits ist reich. Neben den tatsächlich ausbezahlten Gehaltsbetrag gibt es noch eine Reihe von anderen, attraktiven Leistungen die Unternehmen ihren Mitarbeiter/inne/n bieten können. Im Übrigen: Sachleistungen, die der Arbeitgeber dem/der Arbeitnehmer/in unentgeltlich oder verbilligt gewährt, sind in Österreich bis zu 186 Euro pro Jahr steuer- und versicherungsfrei. Sie bringen beiden Seiten mehr als eine Gehaltserhöhung.

Beliebte Fringe Benefits

  • Betriebskindergarten
  • Dienstwohnung
  • Essensgutscheine
  • Fahrtkostenzuschüsse
  • Firmenwagen zur Privatnutzung
  • Flexible Arbeitszeiten
  • Gesundheitsvorsorge
  • Kinder(not)betreuung
  • Krankenzusatzversicherungen
  • Parkplatz
  • Personenversicherung
  • Sport-/Freizeitangebot
  • Sonderkonditionen beim Produkteinkauf
  • Weiterbildung
  • Zusätzlicher Urlaub
  • Zusatzversicherungen

 

Heike Schreiner

Heike Schreiner

Die gebürtige Burgenländerin kam 2006 ins ZBP, um den Eventbereich zu verstärken. Seit Mitte 2009 konzentriert sie sich auf die Geschäftsführung und ist damit für die Weiterentwicklung und Positionierung des ZBP als einer der größten österreichischen Personalvermittler und -berater zuständig.

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Von |2018-03-06T09:42:50+02:005. Dezember 2014|Allgemein, Im Job|0 Kommentare

Über den Autor:

Heike Schreiner
Die gebürtige Burgenländerin kam 2006 ins ZBP, um den Eventbereich zu verstärken. Seit Mitte 2009 konzentriert sie sich auf die Geschäftsführung und ist damit für die Weiterentwicklung und Positionierung des ZBP als einer der größten österreichischen Personalvermittler und -berater zuständig.

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