„Einfach schwimmen“
Kennst du Dori aus dem Film „Findet Nemo“? Der kleine blaue Paletten-Doktorfisch stand gemeinsam mit Fischfreund Nemo vor der schier unlösbaren Aufgabe, einen Schwarm Feuerquallen durchqueren zu müssen. Logisch betrachtet, war diese Aufgabe zum Scheitern verurteilt. Und doch fanden Dori und Nemo einen Weg. Wie? Indem sie die Aufgabe spielerisch sahen. Mit dem Liedchen „Einfach schwimmen“ auf den Fischlippen ging es Schritt für Schritt voran – und schwups lag der Quallenschwarm hinter ihnen. Natürlich: Wir reden hier von einer Disney-„If you can dream it, you can do it“-Zauberwelt – Gefahren ernst zu nehmen macht in der echten Welt schon Sinn. Sich aber bei einem gefühlten Berg von Schwierigkeiten einfach einmal auf die Basis zu konzentrieren auch.
A hug a day
Gönne dir gerade in stressigen Phasen etwas Gutes! Du selbst bist dein*e eigene*r Hug-Sparringspartner*in. Du hast eine top vorbereitete Bewerbung abgeschickt? Dann ist jetzt Zeit für deinen Lieblingskaffee! Du hast die Präsentation geschafft? Dann auf zum ausgiebigen Sonntags-Frühstück. Auch ein innerliches Stopp-Schild gehört zu deiner ausgeklügelten Self-Care-Strategie. Manchmal wird es einfach zu viel und du siehst vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Spätestens dann brauchst du eine Auszeit, um deine Batterien neu aufzuladen. Frisch gestärkt geht vieles leichter.
Hallo Fehler, …
… schön, dass du da bist. Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Und das ist auch gut so. Denn durch Fehler wächst und lernst du. Wege entstehen beim Gehen – und wenn du stolperst, so what? Dann stehst du einfach wieder auf und weiter geht’s. Es kann zum Beispiel leicht sein, dass du in deiner Karriere einmal in einem Job landest, in dem du dich nicht wohlfühlst. Vielleicht ist dir die Aufgabe zu monoton oder es herrscht zu viel Druck und Anspannung? Lass dich durch diese vermeintlich „falschen“ Entscheidungen nicht verunsichern – es ist vollkommen okay, einen Weg zu revidieren. Im nächsten Job wird es besser.
Mäuseschritte
Gerade zu Beginn einer neuen Aufgabe scheint der Erfolg oft ganz schön weit weg. Leichter geht es, wenn du auch deine Teilerfolge feierst. Das geht ganz einfach: Unterteile dir dein Projekt in Etappen und plötzlich erscheint dir der Weg zum finalen Ergebnis ganz klar vor Augen. Und wirkt zudem gar nicht mehr so anstrengend. Bei deiner Bewerbung ist die Einladung zu einem Bewerbungsgespräch definitiv ein Etappensieg – schließlich haben deine Bewerbungsunterlagen überzeugt. Also: Sei schon jetzt stolz auf dich.
Work your ass off!
Arnold Schwarzenegger beschreibt in seinem Buch „Be useful“ seine Arbeitsmoral: Bequemlichkeit und auf den eigenen Lorbeeren ausruhen haben in dieser Philosophie wenig Platz. Vielmehr geht es um Disziplin und den Drang, nicht aufzugeben. Das Leben ist nicht immer eine Party – und das muss es auch nicht sein. Vielleicht bist du ja gerade in einer Bewerbungs-Durstrecke, die sich gefühlt endlos zieht. Es trudeln nur Absagen rein, die Frustration steigt. „Work your ass off“, würde Arni nun sagen. Hole dir Feedback zu deinen Bewerbungen, erweitere deinen Jobsuch-Radius, überlege dir alternative Karrierewege und lasse dich von Profis beraten.
In Inputs denken
Wir alle kennen das: Man geht zur Arbeit oder lernt für die Uni – und abends denkt man sich: „Was habe ich heute eigentlich geleistet?!“ Lasse dich auf ein Gedanken-Twist-Experiment ein. Susan Fiedler, Institute for Cognition and Behavior: „Ich denke nicht mehr in Output, sondern in Input. Wenn ich jemandem eine Präsentation verspreche, die ich letztendlich nicht zeitgerecht fertig bekomme, dann fühle ich mich unerfolgreich – so, als hätte ich gar nichts geleistet. Wenn ich den Spieß aber umdrehe und statt der finalen Präsentation lieber 3 Stunden Arbeit am Text verspreche, dann kann ich wertschätzen, was ich in den 3 Stunden geleistet habe – unabhängig vom Resultat.“ Dieser Switch vom Ergebnis zum Prozess kann dir beim mentalen Ausbalancieren helfen. Probiere es aus: Reserviere dir täglich eine Stunde für deine Bewerbungsvorbereitung – ohne Ablenkung durch TikTok, Insta und Co. Und dann sei stolz auf das, was du in dieser einen Stunde weitergebracht hast.
Das große Ich-bin-Ich
Vorhang auf für dein Selbstvertrauen! Wenn du weißt, was du kannst und was du NICHT kannst, wirst du souverän auftreten. Dabei geht es gar nicht darum, besser zu sein als der Rest der Welt oder alles können zu müssen. Selbstvertrauen beschreibt ja vielmehr das „Vertrauen in sich selbst“. Sei realistisch – du musst weder dein Licht unter den Scheffel stellen noch überheblich auftreten. Mit einer ehrlichen Selbstreflektion wirst du auch in deinen Bewerbungen zum Profi.
Detailverliebt?
Nur zu oft verfranzen wir uns in Details oder investieren sehr viel Liebe in Nebenschauplätze. Das kostet uns Zeit und Energie. Wir alle kennen das Pareto-Prinzip: 80 Prozent des Ergebnisses erreichst du mit 20 Prozent des Aufwands. Effizient wirst du, wenn du dich nicht an den finalen 20 Prozent des Ergebnisses festbeißt. Natürlich wird uns unsere Perfektion ins Ohr flüstern: „Aber die Seminararbeit könnte doch noch prägnanter, noch klarer, noch auffallender sein!!“ Ja könnte – muss aber nicht. Gönne dir regelmäßig einen Check, ob du noch straight am Weg zum Ziel bist.
Kursänderung
Du siehst den Gipfel, er ist ganz nah. Der Weg hierher war lang. Und doch zieht gerade ein Gewitter auf. Puh, dieses innere „Stopp“ erfordert Stärke – ist aber mitunter notwendig. Es führen viele Wege zum Ziel. Denken wir an den Bewerbungskontext: Deine Bewerbungen für Traineeships in internationalen Konzernen wollen einfach nicht klappen? Wirf doch einmal einen Blick auf die vielfältigen Einstiegsjobs in KMUs. Vielleicht muss es auch kein Traineeship sein, sondern du startest direkt mit einer Assistenz-Position? Mit einem offenen Blick und einem flexiblen Mindset wirst du viele neue Möglichkeiten entdecken. Und deinem Erfolgsgefühl ein Upgrade geben.
Einatmen – Ausatmen!
Lieber Ehrgeiz, gönn dir auch einmal eine Pause! Denn wenn du dem Erfolg dauernd nachlaufen musst, wirst du ganz schön viel rennen. Stoppe deine inneren Antreiber und lenke deinen Fokus auf das, was du bereits hast. Nicht nur auf das, was du für dein vermeintliches Glück vielleicht noch brauchst. Vielleicht bist du noch nicht in der Position, die du dir so sehr nach deinem WU Studium wünscht. Na und? Du hast schon so viel anderes erreicht. Wenn du deinen Blick auf das lenkst, was du schon alles hast, wirst du dich erfolgreich fühlen.