Bild: Sebastian Hattinger privat

Canadian niceness

Einmal quer über den Atlantik, bitte! IBW-Student Sebastian Hattinger war im vergangenen Wintersemester an der Queen’s University in Kingston.

Warum Kanada?

Dass die Wahl schlussendlich auf Kanada fiel, hatte mehrere Gründe. Ausschlaggebend war neben der Sprache unter anderem die Möglichkeit, die klassische nordamerikanische Universitätskultur zu erleben, wie man sie aus Filmen und Ähnlichem kennt. Außerdem reizte mich an Kanada, dass es sich um ein multikulturelles Land mit liberaler, toleranter und offener Grundstimmung handelt. Aber auch das Klischee der „Canadian niceness“ hat bei der Entscheidung sicher eine Rolle gespielt.

Welche Eindrücke sind im Gedächtnis geblieben?

Am meisten beeindruckt hat mich der unglaubliche Spirit, den man an der Uni vom ersten Tag an erlebt. Das Gemeinschafts- und Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen allen Mitgliedern der Universität ist dort ganz anders, als man es aus Wien gewohnt ist. Außerdem hat sich das Klischee der „Canadian niceness“ voll und ganz bestätigt. In der Regel sind die Leute sehr offen und freundlich, und das merkt man einfach im täglichen Leben.

Für immer dortbleiben?

Mich würde es auf jeden Fall sehr reizen, längere Zeit in Kanada zu leben. Allerdings würde für mich dann nur Toronto infrage kommen. Meiner Wahrnehmung nach ist die Lebensqualität auf jeden Fall vergleichbar mit der in Wien, wenn auch etwas niedriger. Der Grund dafür liegt vor allem in der schlechter ausgebauten Infrastruktur und dem anderen Sozialsystem – mit allen seinen direkten und indirekten Folgen. Gerade in Toronto ist der Unterschied aber nur minimal.

Bitte ja!

Warme Kleidung besorgen; die Höflichkeit der Kanadier/innen erwidern; grundsätzlich mit Karte zahlen; vergleichsweise hohes Trinkgeld geben – 10 bis 15 Prozent sind die Regel und werden auch erwartet.

Lieber nicht!

Rauchen in der Öffentlichkeit – es ist zwar nicht verboten, aber auch nicht gerne gesehen und unpopulär; Kanada mit den USA vergleichen oder gar gleichsetzen; vordrängeln, wenn man in der Schlange steht – das gilt auch für den Straßenverkehr oder das Ein- und Aussteigen aus öffentlichen Verkehrsmitteln; zu spät kommen.

Brigitte Kuchenbecker

Brigitte Kuchenbecker

Brigitte arbeitet seit acht Jahren für das ZBP. Ihre Leidenschaften sind das Schreiben und die Personalarbeit – umso besser, dass sie als Chefredakteurin des Karrieremagazins und Autorin des Blogs beide Interessen vereinen kann. In ihrer Freizeit findet man sie in der Natur: beim Wandern, Klettern oder Garteln.

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