Macher, Beobachterin, Spezialist – wer bist du?

Von ordentlich bis schlampig, von kreativ bis strukturiert, von cholerisch bis zurückhaltend: In einem Unternehmen oder in einer Studiengruppe arbeiten die unterschiedlichsten Persönlichkeiten zusammen. Gut so: Zahlreiche Studien zeigen, dass gerade heterogene Teams die besten Leistungen erbringen.

Wir alle fühlen uns in manchen Rollen wohler als in anderen. Trotzdem können wir flexibel und je nach Situation verschiedenste Positionen im Team oder Unternehmen einnehmen und uns je nach Anforderung von unterschiedlichen Seiten zeigen.

Der britische Sozialwissenschaftler Meredith Belbin hat in den 1970er Jahren neun Teamrollen charakterisiert und in seinem Buch „Management Teams“ eingehend beschrieben. Erkennst du dich und deine Kolleg/innen in der einen oder anderen Rolle wieder?

Handlungsorientierte Rollen

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Macher/in: Der/die Macher/in ist sehr dynamisch, voller Energie und kann auch unter Druck konzentriert arbeiten. Er/sie übernimmt schnell Verantwortung, konzentriert sich auf das Wesentliche und sorgt für schnelle Entscheidungen – neigt aber auch zur Provokation und kann durch hektisches Auftreten Unruhe erzeugen.

Umsetzer/in: Der/die Umsetzer/in ist zuverlässig und diszipliniert und arbeitet effizient, systematisch und methodisch. Die Rolle braucht stabile Strukturen und hilft diese aufzubauen. Er/sie steht Veränderungen häufig kritisch gegenüber und kann als unflexibel gelten.

Perfektionist/in: Der/die Perfektionist/in ist genau, pünktlich, zuverlässig aber auch ängstlich. Diese Rolle vermeidet Fehler und sorgt für genaue Einhaltung aller Details. Es fällt ihm/ihr schwer zu delegieren, da er/sie lieber alles noch einmal persönlich überprüft. Oft ist der/die Perfektionist/in schon fast zu genau.

 

Kommunikationsorientierte Rollen

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Koordinator/in: Der/die Koordinator/in ist selbstsicher, entschlusskräftig, kommunikativ und kann gut zuhören. Diese Rolle setzt Ziele und Prioritäten und delegiert Aufgaben. Er/sie achtet auf die Einhaltung von Ziel- und Zeitvorgaben. Allerdings können Kolleg/innen die Person mitunter manipulierend finden.

Teamarbeiter/in: Der/die Teamarbeiter/in ist beliebt, kommunikativ und diplomatisch. Die Rolle sorgt für ein angenehmes Arbeitsklima und Harmonie, vermeidet Rivalität und bindet auch introvertierte Teammitglieder ein. Allerdings ist er/sie in kritischen Situationen leicht überfordert und überlässt dann gerne anderen die Entscheidungen.

Wegbereiter/in: Der/die Wegbereiter/in ist extrovertiert, kommunikativ und gesellig – diese Rolle schließt schnell Freundschaften, baut nützliche Kontakte außerhalb des Teams auf und findet neue Lösungsmöglichkeiten. Allerdings sind Wegbereiter/innen oft zu optimistisch und verlieren nach anfänglichem Enthusiasmus leicht das Interesse. Auch neigen sie dazu, sich mit Irrelevantem zu beschäftigen.

 

Wissensorientierte Rollen

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Erfinder/in: Der/die Erfinder/in ist kreativ und denkt „out of the box“. Diese Rolle bringt neue Ideen ein und sucht nach alternativen Wegen – wodurch er/sie auch für sehr schwierige Problemstellungen Lösungen finden kann. Ihm/ihr können aber Flüchtigkeitsfehler unterlaufen, weil er/sie dazu neigt, Details auszublenden. Darüber hinaus ist die Rolle meist introvertiert und nur schwer kritikfähig.

Beobachter/in: Der/die Beobachter/in ist nüchtern, strategisch und analytisch. Er/sie verschafft sich aus der Distanz einen guten Überblick. Diese Rolle hat ein gutes Urteilsvermögen, ergreift allerdings eher selten das Wort. Er/sie tut sich aufgrund mangelnder Begeisterung schwer damit, andere zu motivieren.

Spezialist/in: Der/die Spezialist/in ist selbstbezogen, engagiert und richtet sein/ihr Interesse vorwiegend auf den fachlichen Teil der Arbeit. Diese Rolle hat Expert/innenwissen und Hintergrundinformationen, die den anderen fehlen. Er/sie neigt dazu, sich in technischen Einzelheiten zu verlieren und tritt eher nur als Informationsquelle auf.

Brigitte Kuchenbecker

Brigitte Kuchenbecker

Als WU-Absolventin sind die Bande zum Career Center eigentlich schnell erklärt. Eigentlich. Denn bevor Brigitte Kuchenbecker Mitte 2011 endgültig zum ZBP Team kam, war sie langjährig beim Alumnidachverband der BOKU tätig und in ständigem Kontakt und Austausch mit dem ZBP. Während des Studiums sammelte die gebürtige Wienerin und nun Wahl-Niederösterreicherin Erfahrungen in einer PR- sowie in einer Beratungsagentur. Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre vertiefte sie ihre Spezialkenntnisse des Personalmanagements am bereits erwähnten Alumnidachverband der BOKU und in einem Executive Search Unternehmen. Im ZBP vereint sie nun ihr gesammeltes Wissen und agiert als Informations-Schnittstelle zwischen Career Center, Universität, Studierenden und Absolvent/inn/en sowie Unternehmen und Presse. Neben den Web 2.0 Aktivitäten sind die Chefredaktion des Karrieremagazins und die Projektleitung der Messezeitung der Career Calling wesentliche Aufgaben.

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