Was Personalentscheiderin und Bewerberin denken…

Was Personalentscheiderin und Bewerberin denken…

Ling Li Liu hat es geschafft. Die WU-Studentin unterstützt seit Juli 2013 das WU ZBP Career Center bei allen Marketing-Kampagnen und Social-Media Aktivitäten. Und sie hat uns vorher bei einem Bewerbungsgespräch überzeugt. Wir geben exklusiv Insights in die Gedanken von Beweberin und HR-Mitarbeiterin. Vielleicht kommt Ihnen der eine oder andere Gedankengang bekannt vor…

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Das denkt Mia Deubner, HR-Consultant im ZBP…

Im Vorfeld

Was … schon so spät? Ich sollte doch noch die Kandidat/inn/en für die Praktikumsstelle in unserem Marketingbereich anrufen. Ich werde gleich versuchen Frau Liu zu erreichen. Ling Li Liu, der Name klingt für mich auf jeden Fall schon einmal spannend. Oh … es läutet schon … sie meldet sich, eher schüchtern. Ich stelle mich vor und frage, ob sie Zeit und Lust hätte, zum Bewerbungsgespräch ins ZBP zu kommen. Sie wirkt etwas gehetzt am Telefon, aber ich spüre richtig wie sie sich über die Einladung freut. So etwas ist für mich ein gutes Zeichen. Ich finde es schade, wenn Bewerber/innen am Telefon allzu cool agieren.

Die Vorbereitung

Ich bin schon sehr gespannt auf Frau Liu. Bewerbungsgespräche geben mir immer die Möglichkeit, neue Menschen auf eine ganz spezielle Weise kennen zu lernen. Schade nur, dass sich Bewerber/innen oft denken, dass sie nichts Besonderes sind. Warum eigentlich? Denn ich erfahre doch in jedem Gespräch Dinge, von denen ich noch nie gehört habe. Sie könnten ruhig selbstbewusster sein. Naja, jetzt mal volle Konzentration auf die heutige Kandidatin.

Nur noch eine halbe Stunde, dann treffen wir Frau Liu. Ich versichere mich, dass ich alle Unterlagen ausgedruckt habe und gehe damit zu meiner Kollegin Barbara Laufer. Wir müssen uns ja noch abstimmen, wie wir das Interview führen möchten. Der klassische Frageteil bleibt (wie immer) bei mir, Barbara übernimmt die Stellenbeschreibung.

Das Gespräch

Da ist ja unsere Kandidatin schon. Sie sitzt in unserem Wartebereich und sieht sehr konzentriert aus. Als sie uns erblickt, hellt sich ihr Blick auf und sie lächelt uns strahlend an. Ein wirklich guter erster Eindruck. Wir gehen zu dritt in eines unserer Büros und beginnen recht zügig mit meinem Fragenkatalog. Ich habe immer 15 bis 20 Fragen vorbereitet, die ich stellen möchte. Außerdem möchte ich viel über das Unternehmen erzählen und an mich gestellte Fragen beantworten. Es wundert mich, wenn Interviewpartner/innen nichts über die Position oder das Unternehmen wissen möchten. Da regt sich bei mir der Verdacht, dass das Interesse fehlt …. Bei Frau Liu habe ich nicht das Gefühl von Desinteresse. Ganz im Gegenteil, sie spricht sehr authentisch über ihre Begeisterung und Motivation. Und macht uns glaubhaft, bereits relevante Erfahrungen in der Eventorganisation gemacht zu haben. Manchmal erzählt sie mir schon fast etwas zu viel und ich muss sie mit einer gezielten Frage in die Richtung lenken, die uns interessiert. Insgesamt haben wir einen sehr guten Eindruck von Ling Li Liu bekommen und hatten auch noch Spaß beim Gespräch.

Minuten danach

Wir haben noch einige Bewerbungsinterviews aber möchten uns bis spätestens nächste Woche entscheiden. Frau Liu war schon sehr überzeugend. Ich habe wirklich ein gutes Gefühl.

 

Das denkt Ling Li Liu, Praktikantin On-Campus Marketing und Events …

Im Vorfeld

Das Handy läutet. Wo ist mein Handy!? Eine unbekannte Nummer. Oh. Das kann nur eines bedeuten… Ich werde tatsächlich auf ein Bewerbungsgespräch eingeladen. Glücksgefühle überströmen mich. Die nette Dame am Telefon nennt mir eine Uhrzeit. Oh Gott. Ich bin gerade unterwegs und habe keinen Stift, um mir alles zu notieren. Warum bekommt man solche Anrufe immer in ungünstigen Momenten und nicht, wenn man gerade Zuhause ist und alles griffbereit hat?

Die Vorbereitung

Was sind denn die typischen Klassiker? Warum haben Sie sich für diese Stelle beworben und warum sollten wir gerade Sie nehmen? Die Stelle als Praktikantin On-Campus Marketing & Events beim WU ZBP Career Center ist haargenau das Richtige für mich. Jemanden, der begeisterter und engagierter an den Job heran geht als mich, gibt es nicht. Ich bin im Zuge meines Studiums auf Marketing spezialisiert und habe bereits erste Erfahrungen mit Eventmanagement. Außerdem sehe ich die Kernkompetenz des ZBP im Bereich Human Resources als sehr spannend an. Am liebsten würde ich sagen: Ich WILL den Job! ich WILL das On-Campus Marketing des ZBP am neuen Campus übernehmen! Ich bin die Richtige für den Job.

Der Wecker läutet. Ich lese nochmals meinen Stichwortzettel. Ich bin so nervös! Ich werde zwar etwas zu früh dort sein, aber das ist egal.

Das Gespräch

Tief Luft holen und los geht‘s. Ich werde vom Front Office schon einmal freundlich begrüßt. Die Nervosität schnürt mir meine Kehle schon ein. Frau Laufer und Frau Deubner holen mich ab. Frau Deubner, HR-Consultant, lächelt einladend. Frau Laufer schaut etwas finster. Oh je. Habe ich etwas falsch gemacht? Jetzt schon? Wir setzen uns hin und schon kommt die erste Frage. „Erzählen Sie etwas über sich.“ Ein guter Punkt um zu glänzen und zu betonen, warum ich mich für den Job beworben habe. Frau Deubner prüft mich mit ihrem Blick. Ich muss schlucken. Denke daran, was du dir aufgeschrieben hast. Puh. Das wäre geschafft auch wenn mich Frau Deubner mit ihrem Blick noch immer fixiert. Doch der Blick wird freundlicher. Die Worte sprudeln trotz Nervosität nur so aus meinem Mund. Ich bin von mir selbst ganz überrascht. Das läuft ja gerade wie geschmiert. Jetzt eine Frage nach meinen persönlichen Niederlagen. Nun. Was jetzt? Ich gebe zu: Ein Tausendsassa bin ich nicht. Endlich lächelt auch Frau Laufer und ein herzliches Lachen umgibt den Raum. Mir fällt ein Stein vom Herzen. Zum Abschluss eine Frage nach meinen Hobbies und das Gespräch ist nach fast 30 Minuten auch schon geschafft. Wir verabschieden uns.

Minuten danach

Am Weg zur U-Bahn kehrt meine innere Ruhe ein. Jetzt ist es vorbei. Hoffentlich habe ich überzeugt. Frau Deubner hat mir den Job noch schmackhafter gemacht. Jetzt will ich den Job umso mehr. Ich stelle mir vor, in einem der Büroräume zu arbeiten. Hoffentlich werde ich genommen.

Heike Schreiner

Heike Schreiner

Die gebürtige Burgenländerin kam 2006 ins ZBP, um den Eventbereich zu verstärken. Seit Mitte 2009 konzentriert sie sich auf die Geschäftsführung und ist damit für die Weiterentwicklung und Positionierung des ZBP als einer der größten österreichischen Personalvermittler und -berater zuständig.

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Von |2018-03-06T09:43:07+02:0024. Januar 2014|Allgemein, ZBP Insights|0 Kommentare

Über den Autor:

Heike Schreiner
Die gebürtige Burgenländerin kam 2006 ins ZBP, um den Eventbereich zu verstärken. Seit Mitte 2009 konzentriert sie sich auf die Geschäftsführung und ist damit für die Weiterentwicklung und Positionierung des ZBP als einer der größten österreichischen Personalvermittler und -berater zuständig.

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