Soft Skills im Rampenlicht

Liest man sich Stelleninserate durch, stehen sie zumeist ganz oben. Und auch die Befragung unserer Unternehmenspartner zeigt: Soft Skills sind im Arbeitsleben absolut notwendig, um einen guten Job zu machen. Doch, einmal ehrlich: Was genau sind Soft Skills eigentlich? Und warum sind sie für eine gute Performance so wichtig?

Was sind Soft Skills?

Gibt man Soft Skills in die Google-Suche ein, kommen unzählige Treffer. Man liest von Seminaren, Weiterbildungen, Kommunikation & Co. Doch was sind Soft Skills eigentlich? Wir haben bei Bettina Fuhrmann, Leiterin des WU-Instituts für Wirtschaftspädagogik, nachgefragt. Sie sagt: „Unter Soft Skills versteht man für gewöhnlich fächerübergreifende Fähigkeiten. Sie umfassen persönliche, soziale und methodische Kompetenzen.“

Persönliche Kompetenzen stellen das „Ich“ in den Fokus. Es geht darum, wie man sich selbst motivieren und „führen“ kann (Verantwortungsbewusstsein, Stresstoleranz,…). Soziale Kompetenzen stellen die Interaktion in den Vordergrund. Es geht um das „Wir“, um das Eingehen auf Stimmungen und Gefühle (Empathie, Konfliktmanagement,…). Methodische Kompetenzen widmen sich schließlich dem Einsatz von Techniken. Es geht darum, wie man Ziele effizient erreichen kann (Kreativitätstechniken, Moderation, …).

Warum brauchen wir Soft Skills?

Niemand ist eine Insel. Bettina Fuhrmann: „Soft Skills haben in so gut wie allen Funktionen und jeder Branche eine große Bedeutung, bei jeder Form der Interaktion mit Kolleg/innen, Vorgesetzten oder Kund/innen.“ Klar, dass Arbeitgeber beim Bewerbungsverfahren herausfinden möchten, wo deine Soft Skills liegen.

In Zukunft wird die Bedeutung von Soft Skills auch noch weiter steigen – man denke nur an die zunehmende Vernetzung und Internationalisierung. Wir arbeiten nicht mehr in einem lokalen Team, sondern haben Videokonferenzen über Kontinente hinweg und müssen Stimmungen online über Devices erkennen und darauf reagieren. Neue Skills für eine neue Arbeitswelt.

Und was ist mit den Hard Skills?

Bei all der Bedeutung von Soft Skills bleiben Hard Skills aber das Fundament jeder Bewerbung. Das ist auch nicht weiter verwunderlich: Fehlen dir die notwendigen Fachkenntnisse, kannst du eine Aufgabe methodisch ja gar nicht erfüllen. Doch wenn sich Bewerber/innen bzgl. ihrer fachlichen Kompetenzen wenig unterscheiden – und das ist gerade beim Berufseinstieg kurz nach Studienende oft der Fall – sind Soft Skills das Zünglein an der Waage. Denn natürlich macht es einen Unterschied, ob du deine Arbeitsweise der jeweiligen Situation und auch dem jeweiligen Team anpassen kannst. Es ist also wichtig, an den eigenen Soft Skills zu feilen und diese in der Bewerbung schlüssig darzustellen.

Lies nächste Woche weiter, welche Soft Skills sich Arbeitgeber häufig wünschen.

Brigitte Kuchenbecker

Brigitte Kuchenbecker

Als WU-Absolventin sind die Bande zum Career Center eigentlich schnell erklärt. Eigentlich. Denn bevor Brigitte Kuchenbecker Mitte 2011 endgültig zum ZBP Team kam, war sie langjährig beim Alumnidachverband der BOKU tätig und in ständigem Kontakt und Austausch mit dem ZBP. Während des Studiums sammelte die gebürtige Wienerin und nun Wahl-Niederösterreicherin Erfahrungen in einer PR- sowie in einer Beratungsagentur. Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre vertiefte sie ihre Spezialkenntnisse des Personalmanagements am bereits erwähnten Alumnidachverband der BOKU und in einem Executive Search Unternehmen. Im ZBP vereint sie nun ihr gesammeltes Wissen und agiert als Informations-Schnittstelle zwischen Career Center, Universität, Studierenden und Absolvent/inn/en sowie Unternehmen und Presse. Neben den Web 2.0 Aktivitäten sind die Chefredaktion des Karrieremagazins und die Projektleitung der Messezeitung der Career Calling wesentliche Aufgaben.

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