Stress im Bewerbungsgespräch

Stress im Bewerbungsgespräch

Sie sitzen dem/der Personalverantwortlichen gegenüber. Sie kennen die Antworten auf die gängigsten Fragen. Und trotzdem sind Sie nervös. Klar, schließlich steht eine Entscheidung bevor, die Ihre nächsten Karrierejahre beeinflussen kann und auch wird. Natürlich steigt da das Adrenalin.

Bild: ZBP

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Es geht um viel…

Im Bewerbungsgespräch geht es um viel: zum einen möchten Sie die Personalverantwortlichen von Ihren Stärken und Qualifikationen überzeugen. Sprich: Sie möchten den Job bekommen! Doch nicht nur das Unternehmen trifft eine Entscheidung: vergessen Sie nicht, dass auch Sie als Bewerber/in für sich überlegen müssen, ob Sie in dem Unternehmen und in der Position Ihren nächsten Karriereschritt sehen. Auch Sie treffen eine Entscheidung, die Ihr Leben in den kommenden Jahren in eine gewisse Bahn lenken wird. Natürlich macht das nervös.

Zusätzlich verunsichert auch noch der Charakter des Gesprächs. Halten Sie sich die Situation doch einmal bewusst vor Augen: bei einem Bewerbungsgespräch sitzen Sie völlig fremden Menschen gegenüber, kennen im Normalfall nur ihren Namen und ihre Funktion im Unternehmen. Und doch sollen Sie im Gespräch sehr viele persönliche Details von Ihrem Werdegang ausbreiten – ohne im Gegenzug auch persönliche Informationen von Ihren Gesprächspartnern zu bekommen. Ein Ungleichgewicht, das stresst.

Stress aktiviert

Ein gewisser Stresslevel ist also ganz normal im Bewerbungsgespräch. Und darüber hinaus: er ist sogar angebracht! Kennen Sie die Unterscheidung zwischen positivem und negativem Stress: Negativer Stress belastet, positiver Stress aktiviert. Und da man in einem Bewerbungsgespräch aufgrund der Besonderheit der Situation konzentriert und mit geschärften Sinnen auftreten soll, wird sich der positive Stresslevel mit großer Wahrscheinlichkeit sowieso erhöhen. Und das ist auch gut so, denn nur so laufen Sie zu Höchstformen auf.

Allerdings sollte Sie das ausgeschüttete Adrenalin nicht zu sehr belasten. Ein wenig Lampenfieber ist ok und auch notwendig, aber wenn Sie vor dem Gespräch zu angespannt sind, sollten Sie für sich selbst Tipps und Tricks kennen, um sich zu beruhigen und Ihr Stresslevel zu senken. Körperliche Betätigung, autogenes Training, Wiederholung von herausfordernden Aufgaben – Techniken zur Stressbewältigung gibt es viele. Finden Sie für sich heraus, wie Sie Ihr Stresslevel auf einem angemessenen Niveau halten, um voller Elan in das nächste Gespräch zu starten. Der Puls wird immer noch steigen – aber das ist normal und betrifft jede/n Bewerber/in.

Brigitte Kuchenbecker

Brigitte Kuchenbecker

Brigitte arbeitet seit sechs Jahre für das ZBP. Ihre Leidenschaften sind das Schreiben und die Personalarbeit – umso besser, dass sie als Chefredakteurin des Karrieremagazins und Autorin von UP! beide Interessen vereinen kann. In ihrer Freizeit findet man sie in der Natur: beim Wandern, Klettern oder Garteln.

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Von |2018-03-06T09:42:11+02:0023. Februar 2016|Allgemein, Bewerben|0 Kommentare

Über den Autor:

Brigitte Kuchenbecker
Brigitte arbeitet seit sechs Jahre für das ZBP. Ihre Leidenschaften sind das Schreiben und die Personalarbeit – umso besser, dass sie als Chefredakteurin des Karrieremagazins und Autorin von UP! beide Interessen vereinen kann. In ihrer Freizeit findet man sie in der Natur: beim Wandern, Klettern oder Garteln.

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