Wie Sie den Job garantiert nicht bekommen – Anti-Tipp 9: Die falschen Fragen.

Wie Sie den Job garantiert nicht bekommen – Anti-Tipp 9: Die falschen Fragen.

Zehn Anti-Tipps, die selbst die beste Bewerbung zunichte machen. Diesmal: Fragen Sie gleich nach Urlaub.

Im Bewerbungsgespräch viel wichtiger als die meisten denken ist der Fragenblock. Der Personalchef stellt offene Fragen, weil er mehr über Sie und Ihre Motivation herauszufinden. Drei berühmte Fettnäpfchen:

  • „Was wissen Sie über uns?“ – „Nicht viel, ich hatte keine Zeit, mir etwas anzuschauen.“
  • „Warum wollen Sie gerade bei uns arbeiten?“ – „Weil ich gleich ums Eck wohne und es gern bequem habe.“
  • Alternativ: „Ich wollte es gar nicht, aber meine Eltern haben mich so genervt. Jetzt geben sie Ruhe.“

Gegen Ende des Interview will der Personalchef immer wissen: „Haben Sie Fragen an uns?“ Sagen Sie nun klipp und klar “Nein”, weiß er, dass Sie sich keine Gedanken gemacht haben. Das ist schade, denn genau die will er hören.

Was Sie daher tun müssen

Legen Sie sich einen One-for-All Fragenkatalog zurechtlegen. Clevere adaptieren ihn für jedes Interview: in welchem Bereich Sie im Unternehmen arbeiten wollen, was die Themen dieses Bereiches sind, woran er gerade arbeitet, die handelnden personen, der/die Vorgesetzte, Projekte u.v.a.m.

Tauchen Sie so tief ins Thema ein, wie es der Personalchef zulässt (Umsatz, Gewinn, die letzte Werbekampagne, Zeitungsmeldungen…). Je mehr er mit Ihnen schon wie mit einem internen Kollegen redet, desto mehr stellt er Sie sich als einen solchen vor – und desto besser stehen Ihre Chancen auf den Job.

Jetzt können Sie beweisen, dass Sie sich wirklich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt haben. Das Minimum ist die Homepage. Jede weitere Infoquelle punktet: aktuelle Medienberichte, Mitarbeiterstimmen oder Kundenfeedbacks.

Womit Sie gar nicht punkten: Wenn Sie gleich fragen, wie viele Wochen Urlaub am Stück Sie haben können. Oder wie lange es dauert, bis Sie CEO sind. Oder ob es einen Betriebsrat gibt.

Ein gutes Ende für das Gespräch ist zu fragen, wie es jetzt weitergeht bzw. bis wann die Entscheidung fällt. Versuchen Sie, einen Zeitrahmen herauszubekommen, etwa in zwei Wochen. Das führt uns direkt zum letzten der zehn Fehler – mehr dazu nächste Woche.

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Unsere Gastautorin Andrea Lehky ist Redakteurin des Karriereresort der „Presse“. Wir freuen uns, dass sie uns mit aufschlussreichen “Anti-Tipps” versorgt 🙂

 

Brigitte Kuchenbecker

Brigitte Kuchenbecker

Brigitte arbeitet seit acht Jahren für das ZBP. Ihre Leidenschaften sind das Schreiben und die Personalarbeit – umso besser, dass sie als Chefredakteurin des Karrieremagazins und Autorin von UP! beide Interessen vereinen kann. In ihrer Freizeit findet man sie in der Natur: beim Wandern, Klettern oder Garteln.

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Von |2018-03-06T09:42:31+02:0020. Mai 2015|Allgemein, Bewerben|0 Kommentare

Über den Autor:

Brigitte Kuchenbecker
Brigitte arbeitet seit acht Jahren für das ZBP. Ihre Leidenschaften sind das Schreiben und die Personalarbeit – umso besser, dass sie als Chefredakteurin des Karrieremagazins und Autorin von UP! beide Interessen vereinen kann. In ihrer Freizeit findet man sie in der Natur: beim Wandern, Klettern oder Garteln.

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