Bild: © malvestida-magazine / unsplash

Deine Bewerbungsunterlagen sind auf dem neuesten Stand. Jetzt kann es also losgehen! Voll motiviert sendest du deine Bewerbung ab. Der Mailaccount wird stündlich gecheckt, das Telefon ist immer griffbereit. Doch noch läutet es nicht. Und langsam aber sicher beginnt dich die Warterei zu nerven. Was also tun, wenn die Jobsuche länger dauert? Wir haben sieben Tipps für dich zusammengestellt.

1.)    Nicht vergleichen!
Wie lange wird die Jobsuche dauern? Hast du dir diese Frage auch schon einmal gestellt? Wahrscheinlich – würde doch eine absehbare „Bewerbungs-Zeitspanne“ Sicherheit und Planbarkeit mit sich bringen. Allerdings: Eine genaue Vorhersage, wann es mit der begehrten Jobzusage klappt, ist unmöglich. Auch ein Vergleich mit Kolleg/innen macht wenig Sinn – zu viele verschiedene Faktoren wie Branche, Arbeitsmarktsituation oder auch unternehmensinterne Entscheidungen beeinflussen den Bewerbungsprozess. Also: durchatmen, geduldig und positiv bleiben. Wenn du die Augen offenhältst, wirst du weitere neue Chancen entdecken.

2.)    Die Wartezeit verkürzen
Die Bewerbung ist abgesendet…und klar erwartest du dir eine zeitnahe Rückmeldung von Unternehmen. Aber zu Spitzenzeiten kann es auch einmal länger dauern. Und eine späte Rückmeldung ist per se auch kein schlechtes Zeichen. Um die Wartezeit zu verkürzen, kannst du selbst aktiv werden. Ein höfliches Nachfragen über den aktuellen Bewerbungsstand zeugt von Interesse und bleibt im Gedächtnis.

3.)    Reflektieren
Es kommt zu vielen Absagen. Jetzt gilt es zu reflektieren, was die Gründe dafür sein könnten. In welcher Phase des Bewerbungsprozesses passieren die Absagen? Gleich zu Beginn – vielleicht kannst du die Bewerbungsunterlagen noch optimieren? Nach einem Bewerbungsgespräch – möglicherweise kannst du an Auftreten, Ausdruck und Überzeugungskraft feilen? In jedem Fall kannst du dich bei gehäuften Absagen kritisch mit dem Anforderungsprofil der ausgeschriebenen Positionen auseinandersetzen. Erfüllst du wirklich alle Muss-Kriterien der Position? Deckst du die Soll-Kriterien der Stelle größtenteils ab oder hast du es einfach „nur“ versucht, da das Unternehmen so verlockend klingt? Auch ein höfliches Nachfragen beim Unternehmen, warum es letztendlich zu der Absage gekommen ist, kann bei der Reflektion unterstützen.

4.)    Über den Tellerrand schauen
Vielleicht siehst du das mögliche Jobspektrum auch schlicht zu eng? Für eine Seniorposition reichen deine Kompetenzen noch nicht? Dann kannst du durch eine Juniorposition wertvolle Erfahrung sammeln und später aufsteigen. Die Bewerbung in einem Konzern ist durch die hohe, weltweite Bewerber/innenkonkurrenz erschwert? Vergiss nicht, wie viele Möglichkeiten KMUs bieten. Im Übrigen: Karrieremessen und Networkingevents bieten eine gute Gelegenheit, um den eigenen Horizont zu erweitern und neue Perspektiven zu entdecken! Mach dich auf unserer Eventseite schlau, welche Karriereevents demnächst stattfinden werden 😊

5.)    Ratschläge holen
Sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht, kann Feedback von außen Wunder bewirken. Denn ein anderer Blickwinkel öffnet sprichwörtlich die Augen. Insbesondere das Fremdbild, also dein Wirken auf Außenstehende, kann von deinem Selbstbild abweichen. Durch Karriereberatungen kannst du neue Aspekte in deinen Kompetenzen entdecken und in deiner Bewerbung miteinbeziehen. Hol dir Rat von Expert/innen – wir im WU ZBP Career Center stehen für deine Fragen immer zur Verfügung.

6.)    Abgrenzen!
Gerade wenn der Bewerbungsprozess schleppend verläuft und du mehr Absagen als Einladungen zu Gesprächen erhältst, versuch dich von den negativen Eindrücken abzugrenzen. Business ist strikt von persönlicher Wertschätzung zu trennen. Halte dir immer vor Augen, dass neben deinen Qualifikationen auch viele externe Faktoren eine Rolle spielen, die du nicht beeinflussen kannst. Wie viele Mitbewerber/innen gibt es? Welches Eigenschaftsprofil sucht der Arbeitgeber? Wie ist der Arbeitsmarkt generell? Auf den Punkt gebracht: Ja, zum Bewerben gehört auch Glück!

7.)    Durchatmen
Die Kunst des Loslassens…Verkrampft- und Verbissenheit führen selten zum Erfolg. Ist der Frust gar zu hoch, dann lass das Bewerbungsthema auch einmal ruhen – eine Stunde, einen Tag, je nachdem, was für deine momentane Situation stimmig ist. Hol dir neue Motivation in Dingen, die dir Spaß machen und gönn dir Pausen. Mit vollgetankter Energie kommt frischer Wind in die Bewerbung.

Brigitte Kuchenbecker

Brigitte Kuchenbecker

Brigitte arbeitet seit acht Jahren für das ZBP. Ihre Leidenschaften sind das Schreiben und die Personalarbeit – umso besser, dass sie als Chefredakteurin des Karrieremagazins und Autorin des Blogs beide Interessen vereinen kann. In ihrer Freizeit findet man sie in der Natur: beim Wandern, Klettern oder Garteln.

More Posts - Website